| 16.40 Uhr

Im bunten Bild verschwinden

Im bunten Bild verschwinden
Jamie und die anderen Teilnehmer der Ferienaktion Bodypainting hatten im Jugendzentrum Second Home in Brüggen jede Menge Spaß. FOTO: Schüttler
Brüggen. Das Jugendzentrum Second Home in Brüggen hatte spannende Themen in seinem Ferienprogramm im Rahmen des Kulturrucksack. Auch „Bodypainting - im Bild verschwinden“ stand bei den Teilnehmern hoch im Kurs - der Stadt Spiegel war dabei. Von Bruno Schüttler

„Cool, man sieht deine Hand fast nicht mehr“, ist Sarah begeistert. Anna hat soeben die letzten roten Pinselstriche auf ihren Fingernägeln und Fingerspitzen aufgesetzt. Die restliche Hand hat sie schwarz bemalt. Ihre Hand liegt auf einem Bild, das sie vorher angefertigt hatte. Die Farben, die sie mit ihrer Handfläche bedeckt, überträgt sie auf ihren Handrücken. „Das war die Absicht, ihr sollt ja im Bild verschwinden“, so die Wegberger Künstlerin Birgit Menzel. Sie fordert die Kids auf, die Theaterfarben aufs Papier und die Hände zu bringen. Wir sind im Second Home in Brüggen. Die Leiterin der Jugendeinrichtung Gabriele Wintraken informiert uns über das NRW-Programm „Kulturrucksack“, in dessen Rahmen die Künstler in die Einrichtungen kommen, um die Kinder Kultur hautnah erleben zu lassen. Städte oder Räume, in den mindestens 3.500 Kinder im Alter von zehn bis 14 Jahren gemeldet sind, können das Programm beantragen. Nettetal, Brüggen, Grefrath und Tönisvorst bildeten daher für die Nutzung einen Städteverbund.

An den Tischen wird emsig gemalt. Während die einen schon die bemalten Hände auf das Bild halten können, sind andere, die etwas kleinflächigere Motive wählten, noch beim Ausmalen der Blätter. An den Tagen zuvor wurden Graffitis hergestellt, Kunstschriften geübt und Lichtinstallationen ausprobiert. Wintraken: „Wir hatten immer mehr Gäste, als sich angemeldet hatten!“ Besonders erfreut war sie, dass auch Kinder kamen, die zum ersten Mal die Einrichtung besuchten. Großes Gelächter löste ein Junge aus, der mit einer Gruppe aus dem Schloss Dilborn an der Aktion teilnahm. Er hatte so viel Spaß am Bodypainting, dass er seinen Arm bis hoch zum Ellbogen grün bemalte.

(StadtSpiegel)