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Hitze? Ist denen doch egal!

Hitze? Ist denen doch egal!
Alpaka Lenny scheint die Hitze nicht all zu viel auszumachen – aalt er sich doch bei 32 Grad am liebsten in der Mittagssonne, obwohl gleich nebenan ein schattiges Plätzchen zur Verfügung steht. FOTO: Simone Krakau
Brüggen. Nicht nur wir Menschen haben mit den aktuellen Temperaturen zu kämpfen – auch einigen Tieren macht die tropische Hitze deutlich zu schaffen. Im Natur- und Tierpark Brüggen haben wir einmal nachgefragt, wie die tierischen Bewohner mit der Wärme umgehen. Eines ist sicher: Sie nehmen es ganz schön gelassen. Von Simone Krakau

Das Thermometer zeigt weit über 30 Grad an und die Sonne denkt überhaupt nicht daran, sich zu verdrücken. Doch trotzdem wird im Erdmännchengehege fleißig gekuschelt, Alpaka Lenny streckt alle Viere am liebsten in der prallen Sonne von sich und die Kamele denken gar nicht erst daran, sich einen kühleren Schattenplatz zu suchen. Natürlich gibt es aber auch tierische Bewohner im Natur- und Tierpark Brüggen, die kühlere Temperaturen bevorzugen – doch so richtig ins Schwitzen komme dann doch keiner, so Stephan Kerren, Betreiber des Parks.

Neben den Alpakas und den Erdmännchen, in deren Gehege auch in den heißen Nächten noch zusätzlich die Wärmelampe angeknipst wird, gibt es ein Tier, das aufgrund der Hitze nicht besser gelaunt sein könnte: der Leguan. „So aktiv wie in diesem Jahr habe ich ihn noch nie gesehen“, betont Betreiberin Helga Kerren. „Er blüht richtig auf und genießt die warme Sonne.“

Die Totenkopfaffen gehören zu den Tieren, denen die „Affenhitze“ dann doch ein wenig zu viel ist. Nur ein Äffchen klettert ein wenig vor sich hin, die anderen haben sich ins Affenhaus verdünnisiert. „Dort ist es um einiges kühler“, sagt Stephan Kerren.

Die Dahomey-Zwergrinder mögen es auch lieber schattig –wie praktisch, dass sie sich auf ihre eigene überdachte Terrasse zurückziehen und so der Sonne entkommen können.

Sowieso bietet der Park dank der zahlreichen Bäume viele zumindest ansatzweise kühle Schattenplätze – und so lässt es sich aushalten. In Dauerschleife kriegen die Bewohner das Wichtigste, was Tier und Mensch brauchen: „Wasser, Wasser, Wasser“, sagt Helga Kerren. Auch der Wassersprinkler komme ab und an zum Einsatz, doch bei den wenigsten Tieren stieße man da auf Freude. „Besonders die Alpakas können die Dusche nicht leiden“, lacht Helga Kerren. „Die laufen schnell weg.“

(StadtSpiegel)