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Highspeed-Zeitalter startet jetzt

Highspeed-Zeitalter startet jetzt
Bürgermeister Frank Gellen begutachtet mit Vertretern der Stadt- und Gemeindewerke sowie Verwaltungsfachleuten das Glasfaserkabel, in dem sich 840 Leitungen befinden. FOTO: shü
Brüggen (shü). Ausgerechnet ein altes Kanalnetz, das im Boden der Burggemeinde ruht, ermöglicht es, kurzfristig das Highspeed-Zeitalter zu starten. Von Bruno Schüttler

Wirtschaftsförderer Guido Schmidt: „Wir mussten eigentlich nur in die Tiefe gehen. Genauer gesagt, etwa 1,50 Meter unter die Erdoberfläche. Dort verläuft ein dichtes Netz alter Wasserrohre der Gemeindewerke Brüggen. Diese ungenutzten Leitungen bilden die Hülle für das jetzt moderne Kommunikationsnetz, in das Glasfaserkabel durch ein zusätzliches Leerrohr geschützt eingelassen werden.

Besonders für die Gewerbetreibenden wird das schnelle Internet zu einem wichtigen Standortfaktor. So erfolgt die Anbindung des Glasfasernetzes auch im Brachter Gewerbegebiet Christenfeld, wo es über Nettetal aus den Niederlanden ankommt. Der Vorteil einer Glasfaserverbindung ins Internet liegt nicht nur in der Bandbreite einer Übertragungsgeschwindigkeit von zehn MBit bis ein GBit und mehr je Sekunde, sondern auch in der Tatsache, dass sowohl Up- als auch Download gleich schnell erfolgen. Das weitere Plus liegt in der konstanten Verbindung für jedes Unternehmen. Egal, wie viele Kunden die Glasfasern nutzen. Neben einem für alle Anbieter neutralen Zugang des Glasfasernetzes in Brüggen, sorgt der Netzbetreiber „NettCom“ langfristig auch für die Wartung auch in der Burggemeinde. Hier lohnt sich ein Blick nach Nettetal, wo NettCom in Kooperation zwischen den Stadtwerken Nettetal und dem niederländischen IT-Dienstleister Systemec bereits erfolgreich agiert. Vom weiteren Ausbau werden gemeindeeigene Dienststellen und Gewerbetreibende in der gesamten Gemeinde profitieren. Sascha Achten ergänzt aus Sicht der Verwaltung: „Selbstverständlich verlieren wir andere Projekte in der Internetversorgung, speziell das Freifunknetz sowie den Ausbau für die Privathaushalte durch andere Netzanbieter, dabei nicht aus den Augen.“ Man sei noch auf Anbietersuche, speziell für Privathaushalte.

(StadtSpiegel)
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