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Haus nach Brand unbewohnbar

Haus nach Brand unbewohnbar
Der Rauch hatte sich über das Treppenhaus vom keller aus verteilt.
Brüggen (hei). Zehn Menschen mussten zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Von Heike Ahlen

Um kurz nach zwei Uhr in der Nacht zu Dienstag sind die Löschzüge Brüggen und Bracht zu einem Kellerbrand an der Brachter Straße alarmiert worden. Beim Eintreffen der ersten Kräfte standen Menschen an den Fenstern des Gebäudes und machten auf sich aufmerksam. Das Treppenhaus war vollständig verraucht.

Das Feuer war im Keller des Mehrfamilienhauses ausgebrochen, der Rauch hatte sich schnell über das Treppenhaus verteilt und begann, in die Wohnungen einzudringen. Rauchmelder hatten die 18 Bewohner aus dem Schlaf gerissen.

Den Wehrleuten gelang es recht schnell, die Flammen unter Kontrolle zu bringen, aber im Keller hatte sich eine große Hitze entwickelt. Das komplette Haus wurde durch den Rauch so stark in Mitleidenschaft gezogen, dass es nach Angaben der Feuerwehr erst einmal nicht bewohnbar ist. Die Wehr rettete zwei Personen über die Drehleiter, die anderen über Steckleitern und übergab sie dem Rettungsdienst.

Zehn der Bewohner wurden vorsorglich durch den Rettungsdienst ins Krankenhaus gebracht, um die verbleibenden acht kümmerte sich das Ordnungsamt – sie kamen alle bei Freunden und Bekannten unter. Auch die Haustiere der Bewohner wurden gerettet.

Der Einsatz der Feuerwehr dauerte bis nach sechs Uhr morgens. Fast genauso lange war die Brachter Straße als Durchgangsstraße zwischen Brüggen und Bracht auch voll gesperrt.

Zwei Stunden nach Brandausbruch war in den oberen Geschossen die Konzentration an Kohlenmonoxid noch so groß, dass in den Wohnungen eine Gefahr bestanden hätte. Die Feuerwehr lüftete das Gebäude systematisch durch, sorgte auch dafür, dass die Temperatur der Kellerdecke wieder zurückging, bevor die Polizei den Brandort versiegelte.

Am Rande des Einsatzgeschehens – nicht durch die Einsatztätigkeit selbst – wurden auch zwei Feuerwehrleute leicht verletzt. Beide konnten aber das Krankenhaus nach ambulanter Behandlung wieder verlassen. Insgesamt waren 36 Wehrleute aus beiden Löschzügen im Einsatz. Dazu kam später noch der Gerätewagen Atemschutz des Kreises aus Dülken, der dafür sorgte, dass die Wehr auch für mögliche Folgeeinsätze wieder optimal ausgestattet wurde.

Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.

(StadtSpiegel)