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Happy Birthday,

Happy Birthday,
Foto: Claudia Ohmer
Brüggen. Unter dem Motto: „1. Mai – Kinder Eintritt frei“, öffnet auch in diesem Jahr wieder der Natur- und Tierpark Brüggen seine Tore, um seinen kleinen Besuchern aus Nah und Fern einen schönen Tag zu schenken. Doch in diesem Jahr wird ein besonderes Jubiläum gefeiert, denn der Park feiert am 1. Mai sein 60-jähriges Bestehen. Von der Redaktion

Mit vielen einfallsreichen und bunten Aktionen lädt der Natur- und Tierpark seine Gäste zu seiner Geburtstagsparty ein. „Neben Kinderschminken und -tattoos bieten wir lustige Mal- und Bastelaktionen an. Wer möchte, kann auch an unserem Luftballon-Wettbewerb teilnehmen, sich auf der großen Hüpfburg austoben oder an unserem mobilen Popcorn-Stand eine frische Portion warmes Popcorn genießen“, so Helga Kerren, die zusammen mit ihrem Mann Stephan den Natur- und Tierpark Brüggen betreibt. „Wir wollen, dass sich jeder hier bei uns wohlfühlt und eine schöne Zeit bei uns verbringt.“

Es gibt viel zu sehen und zu erleben im hübsch gestalteten Park, der sich seit seiner Eröffnung am 1. Mai 1958 in der Hand der Familie Kerren befindet. Der Großvater des heutigen Inhabers Stephan Kerren, der Besitzer der benachbarten, ehemaligen Maschinenfabrik Wilhelm Kerren, verkaufte eines Tages seine Fabrik, um seine Vision eines spannenden Freizeitparks zu verwirklichen. Er reiste durch die Gegend und kaufte Tiere ein, darunter auch Exoten, wie Elefanten. Bei anderen Parks sammelte er Ideen für weitere Attraktionen und baute viele Spielgeräte in seiner eigenen Schlosserei nach. Was mit der Idee des einfallsreichen Gründers begann, hat sich mittlerweile zu einem beliebten Besuchermagneten über die deutsche Grenze hinaus entwickelt. Da viele Gäste aus den benachbarten Niederlanden vorbeischauen, sind alle Hinweisschilder auch auf niederländisch.

Stephan und seine Ehefrau Helga Kerren führen den Park seit 2008 unter privater Leitung und ohne öffentliche Fördermittel, um das Erbe des ideenreichen Großvaters in Ehren zu halten.

Mittelpunkt des weitläufigen Geländes bildet eine sonnige Spiel- und Picknickwiese, die zum Verweilen einlädt. „Hier hat man die Kinder im Blick, kann aber doch gemütlich in der Sonne liegen oder ein schönes Buch lesen. Außerdem stehen hier auch genug Bänke, auf denen man ganz in Ruhe die Sonne genießen kann. Wenn die Kinder müde werden oder Durst bekommen, finden sie hier einen schönen Platz zum Ausruhen und Auftanken“, erklärt Helga Kerren die Aufteilung des Areals. Gleich neben der Picknickwiese laden Trampolins zum Auspowern ein und wer es etwas beschaulicher mag, der kann auf der schattigen Minigolfanlage eine Runde golfen. Das Tierpark-Bistro mit Biergarten hält Erfrischungen für Groß und Klein bereit. Auf Voranmeldung kann man übrigens auch die gemütlichen Grillplätze des Parks nutzen.

Besonders beliebt bei Groß und Klein ist das hübsche Naturareal mit den Tiergehegen. Den Anfang machen die Alpakas, die manchen Gästen gleich ein wenig Respekt einflößen. „Wir haben uns bewusst für die Alpakas als Beginn der Tierparkrunde entschieden, weil hier der ganze Trubel des Spielbereichs ein wenig entschleunigt wird. Immer noch meinen viele Gäste, dass die Alpakas, ähnlich wie die Lamas, spucken und gehen sehr vorsichtig an das Gehege heran. Das sorgt für ein wenig Beruhigung“, erklärt Helga Kerren. Gleich dahinter erstreckt sich das Ziegengehege. Hier hat sich schon der erste Nachwuchs eingestellt und man kann dem niedlich, tapsigen Jungspund dabei zusehen, wie er unter den fürsorglichen Augen von Mutter „Flecki“ und Oma „Schoko“ die ersten Sprünge macht. Das Füttern der Ziegen und einiger anderer Tiere ist erlaubt, allerdings nur mit dem Futter, das im Park angeboten wird.

Gerade im Frühling ist der Tierpark einen Besuch wert, denn überall kann man die drolligen Jungtiere bewundern. Auch im Gehege der Bennett-Känguruhs stecken die Babys bereits ihre Köpfe aus den Beuteln der Muttertiere. „Natürlich kommen auch immer wieder gerne Kindergarten- und Schulgruppen hierher, um hautnah das tierische Getümmel zu betrachten“, so Kerren weiter. Äffchen, Zebras, Emus, Maras und sogar ein Schlangenhaus sorgen immer wieder für große Kinderaugen. Am Ende der Runde warten die Steppenfüchse auf einen Besuch. Sie haben das Gehege von der Bärendame „Antonella“ übernommen, die kürzlich in einen Bärenpark im Schwarzwald umgezogen ist.

Die Kerrens haben ihr ganzes Herzblut in den Park und in die gepflegten Gehege gesteckt. Zusammen mit drei erfahrenen Tierpflegern sorgen sie für das Wohlergehen ihrer mittlerweile 250 Tiere.

Im Jubiläumsjahr kann man sich auch im Spielbereich über einige neue Attraktionen freuen. Besonders für Kleinkinder haben sich die Kerrens etwas Besonderes einfallen lassen „Unser kleines Fischerdörfchen, das inmitten einer liebevoll gestalteten kleinen Flusslandschaft entsteht, soll ein besonderes Highlight für die Kleinsten werden. Zwischen einem Schiffswrack, einem Leuchtturm und einer gemütlichen Netzschaukel können die Kids nach Herzenslust im Matsch spielen und sich herrlich abkühlen.“ Doch unter der Hochbahn, die das Spielgelände regelmäßig umkreist, warten noch viele weitere Überraschungen darauf, von den kleinen Gästen erobert zu werden.

(Report Anzeigenblatt)