| 10.41 Uhr

Für den Garten, für das Leben

Für den Garten, für das Leben
Vera Böhmer (hinten) von der Jugendwerkstatt Bracht des Kreises Viersen mit einigen der jungen Erwachsenen aus ihrem Team in der Gärtnerei. FOTO: Giesbers/ Kreis Viersen
Bracht (dka/red). Acht Jugendliche haben in der Jugendwerkstatt Bracht die Chance ergriffen, Theorie und Fertigkeiten des Gartenbaus zu erlernen. Die Teilnehmer haben unterschiedlichste Lebensverläufe und nach der Schule keinen Job oder eine Ausbildungsstelle gefunden. Jetzt kann sich jeder ein Bild von der Arbeit hier machen. Von der Redaktion

Wie läuft der Alltag in der Jugendwerkstatt ab? Was lernen die Teilnehmer hier für´s Leben? Antworten bieten zwei Tage der offenen Tür. Das Areal am Alster Kirchweg hinter den Sportplätzen und der Schule in Bracht ist für Besucher geöffnet am Freitag, 12. Juni, von 12 bis 18 Uhr sowie am Samstag, 13. Juni, von 10 bis 14 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Vera Böhmer, Gartenbautechnikerin der Einrichtung in Trägerschaft des Kreises Viersen, sagt: „Unsere Gäste erwartet eine 5400 Quadratmeter große Gartenanlage – mit Gewächshaus, Biotop, Kräuterschnecke, Beeten, Gemüsegarten und Wiesen.“

Die acht Teilnehmer im Gartenbau zeigen den Gästen die Anlage, die sie in den vergangenen Wochen und Monaten gehegt und gepflegt haben. Wer etwas Blühendes fürs heimische Grün mit nach Hause nehmen möchte, kann Stauden kaufen. Die winterharten, mehrjährigen Pflanzen gibt es zum Preis von 50 Cent bis 1,50 Euro. Die Besucher sollten eigene Transportboxen mitbringen. Im Angebot sind Akelei, Sonnenhut, Mädchenauge, Frauenmantel, Fackellilie, Kokadenblume, Lavendel, Seifenkraut und mehr. Alle Pflanzen wurden von Hand gezogen. Es handelt sich um alte Arten ohne gentechnische Veränderungen. Pestizide sind nicht eingesetzt worden.

Für die Pause feuern die Teilnehmer des Werkbereichs Catering unter Anleitung von Alexander Klanten den Grill an und servieren Getränke. Wurst, Wasser und Limo gibt es ebenfalls zu kleinen Preisen.

Wichtig ist neben der fachlichen Ausbildung für die Projektteilnehmer der geregelte Tagesablauf, ihr Selbstbewusstsein zu steigern und Fürsorge zu entwickeln. Bei diesen Lernprozessen unterstützt sie der Sozialarbeiter Robert Herzer. Info unter Telefon 02162 / 9820.

(Report Anzeigenblatt)