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Ein Zuhause für kleine Diesellok

Ein Zuhause für kleine Diesellok
Die Restauratoren Jochen Oude Hengel (li.), Wilfried Gerhards und die Kleinbahnlok „Susi“.
Bracht. Jetzt fand eine kleine Diesellok ein neues Zuhause auf dem Gelände des Brachter Heimatmuseums an der Mühle. Von Bruno Schüttler

30 Jahre lang zog sie bis zu 15 Loren von den Tongruben bis zur Ziegelfabrik. Von 1936 an leistete die kleine Diesellok ihre Dienste bei der Firma van Eyk. Mit nur 28 Pferdestärken ausgerüstet konnte sie bis zu 30 Tonnen ziehen.

Sie stand schon lange auf der Wunschliste des Trägervereins Heimatmuseum Brachter Mühle. Den derzeitigen Besitzern, Familie Dahmen, fiel es nicht leicht, sich von dem Erbstück zu trennen, das jahrzehntelang ohne überdachten Aufbau in einer Blumeninsel auf dem Firmengelände stand. Die Restaurierung wurde von Jochen Oude Hengel und Wilfried Gerhards durchgeführt. Als Grundlage für die Lackierung und den Aufbau eines komplett neuen Führerhauses dienten ihnen Abbildungen von früheren Lokomotiven. Die Lok hat eine Spurweite von 60 Zentimetern und passt genau zu den beiden Loren, die schon im Museumsgelände standen. Erbaut wurde sie von der Lokfabrik Jung, die in Jungenthal an der Sieg beheimatet ist.

Die Restauratoren gaben ihr den Namen "Susi". "Alle Loks in den Tongruben hatten weibliche Namen," erinnert sich Jochen Oude Hengel.

Ein weiteres neues Objekt fand ebenfalls nach der Restaurierung einen Platz im Brachter Heimatmuseum - eine Ziegelpresse. Sie wurde eingesetzt für die Produktion von Einzelstücken, etwa von Firstziegeln. Am 24. April, am ersten offenen Mühlentag in diesem Jahr, können die Objekte besichtigt werden.

"Ich freue mich, dass gerade im Jubiläumsjahr der Brachter die historischen Maschinen ausgestellt werden können", sagt Vereinsvorsitzender Gerhard Gottwald.

(StadtSpiegel)