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Ein multifunktionaler Platz

Ein multifunktionaler Platz
Der Park am Nordwall soll attraktiver werden. FOTO: Schüttler
Bracht. Vor einem Jahr wurde der Dorfentwicklungsplan für Bracht veröffentlicht. Seit dieser Zeit beschäftigt sich die Interessengemeinschaft „Unser Bracht“ mit der Umsetzung der Vorschläge. Im Bürgersaal wurden jetzt Zwischenergebnisse dargestellt. Von Bruno Schüttler

Rund 80 Bürger im Bürgersaal Bracht interessierten sich für die Neuerungen im Dohlendorf. Nach der Begrüßung durch Dietmar Brockes stellte Landschaftsarchitekt Georg Schlate die Pläne für den Park am Nordwall vor. Die vorhandene Wegführung wird beibehalten, die Oberfläche erneuert. Der Blick in den Park soll freier werden, deshalb müssen die Ziegelmauer und ein Teil der Bepflanzung weichen. Auf Höhe der Kreuzung Kahrstraße/Breyeller Straße soll ein Kinderspielplatz geschaffen werden. Dieser Bereich soll durch eine Zaunanlage eingefasst werden, damit die Kinder nicht unkontrolliert auf die Straße laufen. Schlate: „Wir werden keinen Löwenkäfig bauen, es soll eine Zaunanlage sein, ein Meter hoch.“ Obwohl bei vorherigen Sitzungen beschlossen, führte das Bauvorhaben zur Diskussion über Straßennähe und damit verbundenen Abgasemissionen. Renate Kirsch, die das Verfahren auf Seiten der Verwaltung begleitet, sprach von 40 Kindern im Wohnumfeld des Parks, die den Platz nutzen könnten. Der Park diente früher als Friedhof, daher gibt es dort Flächen, die man nicht verändern möchte. Der Spielplatz zwischen Nordwall und Schulstraße soll rückgebaut werden, eine Grünfläche mit Ziersträuchern wird ihn ersetzten.

Die Brachter Architektin Silke Beckstedde hat den Platz zwischen Hotel König und Rathaus neu geplant. Nach ihrer Vorstellung soll er multifunktional sein, so dass er zu verschiedenen Anlässen für Kunstaktionen, Events oder als Markt nutzbar ist. Die Parkplätze werden verschoben, die Baumeinfassungen werden zu Sitzflächen.

Die Veränderung des Bischof-Dingelstad-Platzes, kann erst geplant werden, wenn feststeht, wo das neue Pfarrheim errichtet wird. Dessen Baubeginn wiederum ist abhängig vom Verkauf des bisher genutzten Gebäudes. Christine Markert, zuständig bei der Bezirksregierung in Düsseldorf für die Förderung des ländlichen Raumes, konnte den Brachtern noch keine Zusage über Fördermittel geben, da die entsprechenden Richtlinien noch überarbeitet werden müssen. Die Bezirksregierung wird den „Dorfinnen-Entwicklungsplan“ anerkennen und eine Förderung von 65 Prozent leisten. Markert brachte auch einen Hinweis für Gebäudebesitzer im Ortskern mit. Sie können, genau wie die Gemeinde, Landes-Fördermittel für den Erhalt der Außenhaut ihrer Gebäude beantragen. Genaueres dazu gibt es bei einer der nächsten Sitzungen der IG „Unser Bracht“.

(StadtSpiegel)