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Der Schwerpunkt heißt nun „Wohnen“

Der Schwerpunkt heißt nun „Wohnen“
Für maximal vier Millionen Euro soll das Brachter Seniorenheim Haus Schleveringhoven umgebaut werden. FOTO: Bruno Schüttler
Bracht (shü). Als im Jahr 2012 die Leiterin des Brachter Seniorenheimes Haus Schleveringhoven, Siegrid Eckhardt, in den Ruhestand ging, wurde seitens der Verwaltung und des Aufsichtsrates klar, dass man, um das Haus für die Zukunft zu sichern, einen kompetenten Partner brauchte. Von Bruno Schüttler

Den kompetenten Partner fand man in der St. Augustinus-Seniorenhilfe, der man die Verwaltung des Hauses übertrug mit einem Betriebsführungsvertrag. Im September wurden nun die Weichen für eine langjährige Zusammenarbeit gestellt.

Beide Institutionen gingen eine langfristig angelegte Partnerschaft ein, die zum Ziel hat, das Haus zu sichern und es in eine Position zu bringen, die den neuzeitlichen Anforderungen entspricht. Dazu sind verschiedene Schritte nötig. Machbarkeitsstudien für den Umbau der Immobilie zu einem Altenheim der 4. Generation werden erstellt. Darunter versteht man ein Haus, das für Wohngemeinschaften eingerichtet ist. Mehrere Einzelzimmer werden dabei um eine gemeinsame Wohnküche herum errichtet, die das soziale Zentrum der Gemeinschaft bildet. Dort können die Bewohner diverse Dinge selbst gestalten und so ihre Selbstständigkeit erhalten. Der Schwerpunkt, der bisher auf „Pflegen“ gelegt wurde, heißt nun „Wohnen“. Nach dem Umbau soll das Haus aber weiterhin, wie bisher, 101 Bewohner betreuen können. Weiterhin ist auch die gesetzliche Vorgabe, dass bis 2018 die vorhandenen Zimmer zu 80 Prozent Einzelzimmer sein müssen, zu berücksichtigen. Für die bauliche Umsetzung sind maximal vier Millionen Euro vorgesehen. Damit gutes Personal erhalten bleibt und neues angeworben werden kann, sollen die Vergütungen sukzessiv angehoben werden.

Das Haus wird eine angepasste Attraktivität erhalten, die es für Bewohner und Besucher interessant macht. Thilo Spychalski, Geschäftsführer der Augustinus-Seniorenhilfe: „Unser Haus hat eine ländliche Umgebung, so kam uns der Gedanke, es in Richtung Landgasthof zu gestalten. Denkbar wäre auch, dass wir Tiere mit ins Gelände nehmen. Christa Bruns, Geschäftsführerin des Hauses: „Wir freuen uns alle, an dem Prozess der Umgestaltung teilnehmen zu können, der dem Haus und den Mitarbeitern die Zukunft sichern wird!“

(StadtSpiegel)