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Das Ende eines Abenteuers

Geelong. Das Abenteuer Down Under endet für Lucas Zohlen. Zum letzten Mal schreibt der 19-jährige Brüggener über seine Zeit in Australien. Heute berichtet er über seinen Abschied von vielen neu gewonnenen Freunden. Von der Redaktion

„Wie laufen deine letzten Tage in Australien?“ Mit dieser Frage begann ich die Arbeit zu meiner letzten Folge aus dem momentan frostigen „Down Under“. Mit Schal und Mütze „bewaffnet“ schaue ich auf zwölf unvergessliche und unbeschreibliche Monate zurück: Rund 52 Wochen leben auf der anderen Seite der Welt, mit neuen Menschen und den unterschiedlichsten Kulturen um mich herum. Ich blicke gerne zurück auf eine atemberaubende gemeinsame Zeit mit vielen engen und neu gewonnenen Freunden, denen ich sicherlich einiges schulde für diese große Unterstützung seit ich Anfang Juli 2014 das erste Mal australischen Boden betretten durfte.

So schön das durchaus spektakuläre Abenteuer doch war, nimmt auch die großartigste Zeit im Leben irgendwann ein Ende. Was ich nie so schnell kommen gesehen habe, wird Realität! Die Tage sind gezählt! Punktlich zum deutschen Sommerstart bin ich zurück. Die letzten Tage sind extrem vollgepackt mit allen möglichen organisatorischen Dingen, die vor Abreise noch erledigt werden müssen. Meine wagemutige Abschlussrede vor rund 1.200 Schülern meiner Austauschschule Belmont High ist da fast schon Nebensache. Meine letzten Momente im Ausland werde ich soviel wie möglich mit Freunden verbringen. Ganz außer Frage steht, eine letzte „fette“ Abschlussparty zu feiern. Auch zu einer Frühstückseinladung von meiner alten Gastfamilie kann ich natürlich nicht „Nein“ sagen. Für meinen letzten Abend in Australien haben meine Freunde und ich uns etwas besonderes einfallen lassen. Ein großes Abendessen mit anschließenden glanzvollen Stunden in Geelongs Nachtleben setzt dem ganzem die Krone auf. Selbstverständlich werden auch weitere Austauschschüler aus aller Welt zum nächsten Schulquartal meinen Platz einnehmen. Bevor ich aber Montagabend in Richtung Heimat fliegen werde, gehört es noch zu einer alten Tradition, die neuen Schüler auf Belmont High willkommen zu heißen.

All dies wäre selbstverständlich nicht vorstellbar ohne eine so tolle und großartige Gastfamilie. Gerade nach dem plötzlichen Familienwechsel Anfang Februar war es eine riesen Erleichterung, solch eine Unterstützung bekommen zu haben.

Ich kann es gar nicht in Worte fassen ,wie glücklich ich bin, diesen großen Schritt gemacht zu haben. Ich habe soviel neues über mich selbst kennen gelernt, neue Stärken und Schwächen gefunden. Ich bin mir sicher, dass mich diese Erfahrungen für das Leben prägen werden.

Es fühlt sich gut an, auf der anderen Seite der Welt, so enge Freundschaften gefunden zu haben. Hundertprozentig werde ich bald auch Australier in Deutschland willkommen heißen.

Was mich betrifft, die Rückkehr zu Känguru und Co. ist schon so gut wie gebongt

In diesem Sinne verabschiede ich mich das letzte Mal aus Australien. Bis dahin, Lucas

(Report Anzeigenblatt)
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