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Bauern klagen über Regen

Bauern klagen über Regen
Den Wirsing hat es nicht so sehr erwischt. Vielmehr macht sich Landwirt Heiner Wefers vom Happelter Hof Sorgen um Kartoffeln und das andere angebaute Gemüse - die Felder standen lange unter Wasser (kleines Foto). FOTO: Claudia Ohmer
Brüggen. Wann kommt endlich der Sommer, fragen nicht nur wir uns, sondern vor allem auch die Landwirte, die vom Regen die Nase voll haben. Besser gesagt ist das Wetter eine Katastrophe - die Ernte hat darunter massiv zu leiden. Von Claudia Ohmer

„Ich kann mich nicht erinnern, dass es jemals so viel Regen gab und alles so unter Wasser stand“, sagt Heiner Wefers und schaut traurig auf seine Kartoffel- und Gemüsefelder, die von Schlamm, Morast und Wasserlachen gezeichnet sind. Der Landwirt vom Happelter Hof musste bereits seinen Händlern die Lieferungen für die nächsten Wochen absagen. „Das ist alles eine Katastrophe und es ist keine Besserung in Sicht, der Regen hört nicht auf.“

Für viele Maßnahmen und die Feldpflege müsse es länger mal trocken sein. Heiner Wefers wartet darauf, wieder neue Pflanzen setzen zu können. „Eigentlich geschieht dies alle 14 Tage, doch die letzten Setzlinge sind uns einfach weggeschwommen auf dem Feld“, erklärt der gelernte Gärtnermeister im Gemüsebau. Auch das Roden bedeute bei der nassen Erde viel mehr Aufwand, die Maschinen sind überlastet, laufen heiß. Die dicken Bohnen hat es arg erwischt - wo sonst 20 Bohnen an den Stielen hängen, findet Wefers jetzt nur vier bis fünf. Auch die auf den über 30 Hektar Ackerflächen angebauten Spitzkohl, Kohlrabi und Blumenkohl sind betroffen. Bei den Kartoffeln ein ähnlich trauriges Bild. Durch die Staunässe zeigen sich jetzt braune Blätter und Krautfäule. „Das wird auch alles Einfluss auf die Ernte im Herbst haben“, weiß Wefers. „Das ist keine Qualität für den Verkauf. Die Schäden sind nicht abzusehen, der Ausfall ist schwer zu beziffern.“ Auch die Kollegen klagen und seien mit den Nerven am Ende.

Bei dem heftigen Regen stand auch der Hofladen ein wenig unter Wasser. „Man jammert schnell, aber wenn Häuser und Existenzen wie in Braunsbach verloren gehen, ist das alles noch eine Ecke schlimmer.“

(StadtSpiegel)
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