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Stadt Viersen prüft Anfrage
Ausnahme für Robin Hood?

Stadt Viersen prüft Anfrage: Ausnahme für Robin Hood?
Das Sozialunternehmen Robin Hood möchte eine Ausnahmeregelung für das Be- und Entladen bekommen - nur dann kann das Team seine wichtige Arbeit ausüben. FOTO: Horst Siemes
Dülken. Das Sozialunternehmen "Robin Hood" am Alten Markt in Dülken ist für seinen Geschäftsbetrieb darauf angewiesen, dass Be- und Entlademöglichkeiten vorhanden sind, die zeitlich nicht so begrenzt sind, wie jetzt. Deshalb bittet man nun um eine Ausnahmegenehmigung. Von Dirk Kamps

Die Zielsetzung von "Robin Hood" ist es, für Langzeiterwerbslose eine Beschäftigungsmöglichkeit zu schaffen und damit im Optimalfall eine Rückkehr in den Arbeitsmarkt zu ebnen. In der Einrichtung verkaufen sie gespendete Second-Hand-Ware von hoher Qualität. Mit dem Transportfahrzeug werden Spenden abgeholt und zum Verkauf in die Einrichtung gebracht. Die Lademöglichkeiten auf dem Alten Markt belaufen sich auf die Zeit von 18.45 Uhr bis 10 Uhr sowie zwischen 13.30 und 14.30 Uhr. Unzureichend, findet man bei "Robin Hood".

Jochen Häntsch kümmert sich

SPD- "Urgestein" Jochen Häntsch sowie interessierte Bürger der Arbeitsgemeinschaft "60+" waren kürzlich bei "Robin Hood" zu Besuch. Die Gruppe hat sich dem Problem angenommen und einen Brief an Bürgermeister Günter Thönnessen, die stellvertretende Bürgermeisterin Sabine Anemüller sowie Ordnungsschuss-Vorsitzenden Heinz Plöckes geschrieben. Das Schreiben liegt dem Stadt Spiegel vor. "Da das Unterneh-men aber in starkem Maße vom Wohlwollen der Spender/innen abhängig ist und sich nach deren Zeitangaben bezüglich der Abholung des Spendengutes richten muss , findet die Spendenabholung in der Regel erst ab 10 Uhr statt und geht dann im Stundentakt bis ca. 17 Uhr weiter – so dass das 'Robin-Hood-Fahrzeug' vier bis sechs mal am Tag vor dem Geschäft am Alten Markt 3 entladen werden muss", heißt es in dem Brief. Dazu kämen "Beladungen des Fahrzeuges mit Pappe , Lumpen und Deponiemüll." Das alles sei in der erlaubten Zeit nicht zu erledigen.

Es geht um das Be- und Entladen

In dem Schreiben der AG 60+ wird um eine Überprüfung der Möglichkeit zur Erteilung einer Ausnahmegenehmigung gebeten. "Robin Hood" könne nur dauerhaft existieren, "wenn die Einrichtung alle Geschäftschancen wahrnimmt, hier also speziell auch wirklich alle Spendenabholaktionen realisieren kann." Nach Angaben von Uwe Peters, Leiter der Einrichtung, habe man von der Stadt Krefeld eine Ausnahmegenehmigung bekommen. Der "Robin-Hood"-Fahrer kann also ohne Ärger auch dort Spenden in den Transporter laden, wo es ohne die Genehmigung nicht möglich sei. Peters hofft, dass nun auch die Stadt Viersen eine Ausnahme erteilt. Auf Stadt Spiegel-Anfrage teilt die Stadt Viersen mit, dass der Antrag vorliege und "derzeit noch geprüft wird."

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