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Wackelt der Meeting-Rekord?

Wackelt der Meeting-Rekord?
2,31 Meter ist das anvisierte Ziel der Teilnehmer der 20. Auflage des internationalen Hochsprungmeetings in Viersen. FOTO: Daniel Jungblut
Viersen. Die 20. Auflage des Viersener Hochsprungmeetings am Sonntag, 20. Juli, auf der Anlage an der Löh ist gleichzeitig auch Generalprobe für die Deutsche Meisterschaft und Qualifikationsspringen für die Ende August stattfindende Europameisterschaft in Zürich. Von Werner Jungblut

Das Internationale Viersener Hochsprungmeeting ist eine von zwei überregional bedeutenden Sportereignisse in der Kreisstadt. Was im Jahre 1995 klein und familiär begann, hat sich mittlerweile zu einem international anerkannten Event entwickelt, das zu den zehn weltbesten Leichtathletik-Spezial-Meetings zählt. Die Hochsprung-Weltelite nutzt die Viersener Veranstaltung als Vorbereitung auf wichtige Meisterschaften und als Chance, die benötigten Qualifikationshöhen dafür zu schaffen. So wird es auch bei der 20. Auflage am Sonntag, 20. Juli, sein. Alleine fünf deutsche Vertreter gehen an den Start. Während Martin Günther und Mateusz Przybylko ihre Form für die Deutsche Meisterschaft testen, versucht Raúl Spank in Viersen ein Comeback nach längerer Verletzungspause. Viersen als gute Vorbereitung nutzen will auch Zehnkämpfer Kai Kazmirek, der seine Fähigkeiten im Hochsprung präsentiert. Dies gilt auch für den U23-Springer Torsten Sanders aus Wesel.

Die Favoriten kommen aus Polen

Die Favoriten des 20. Hochsprungmeetings aber kommen aus Polen. Es sind Sylwester Bednarek und Wojciech Theiner. Beide haben eine persönliche Bestleistung von 2,32 Meter, die Theiner auch in dieser Saison schon bestätigt hat. Deshalb darf die Frage erlaubt sein: „Wackelt der Meetingrekord?“. Er wird gehalten von Giulio Ciotti. Der Italiener übersprang 2006 die Marke von 2,31 m. Nicht zu unterschätzen sind aber auch Mohamed Idres aus dem Sudan mit einer Saisonbestleistung von 2,28 Meter. Diese Marke steht auch bei Fernand Djoumessi aus Kamerun. Sogar 2,30 Meter hat Jaroslav Baba aus Tschechien in diesem Jahr schon überquert. Sie alle waren bereits im letzten Jahr in Viersen und kennen die Anlage.

Den Anfang am Sonntag um 13 Uhr macht der Nachwuchs auf der Anlage an der Löh. Aus lokaler Sicht sicherlich interessant Alina Merks von der LG Viersen und Marie Küppers von VT Kempen. Nach der Papierform zu urteilen, dürfte es aber zu einem Zweikampf zwischen Jennifer Laschet vom ASV Köln und der Schwedin Louise Estberg aus Malmö kommen.

(StadtSpiegel)