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Für die Kinder in den Schlamm

Viersen. "Nur die Harten kommen in den Garten", doch nur die Härtesten nehmen teil beim alljährlichen Fisherman's Friend StrongmanRun, dem wohl spektakulärsten Hindernislauf Deutschlands. Mit dabei ist erstmalig der Viersener Thorsten Schormann. Von Marion Sommer

Am Samstag, 20. Mai, verwandelt sich der legendäre Nürburgring wieder in einen Schauplatz der besonderen Art. Wo sonst heiße Reifen über die asphaltierte Rennpiste jagen, überwinden bald über 10 000 unerschrockene Läufer die wohl 34 kniffligsten Hindernisse der Welt, denn der StrongmanRun gilt als die "Mutter aller Hindernisläufe". Mit dabei ist diesmal auch erstmalig der Viersener Thorsten Schormann. Eine mutige Aktion, denn der 41-Jährige hat erst im vergangenen Jahr aktiv mit dem Laufen begonnen. Lauferfahrung hat er allerdings schon sammeln können, denn der Mitarbeiter beim Rettungsdienst Nettetal hat inzwischen bereits zweimal erfolgreich an größeren Halbmarathons teilgenommen und zwar in Köln sowie in Bonn.

"Mein Ziel ist es, die 24 Kilometer in unter vier Stunden zu schaffen, denn nur dann gilt der Lauf als gewertet", erklärt Schormann. Doch Thorsten Schormann läuft diesmal nicht nur für sich selbst, sondern er möchte seine Aktion auch noch mit einem guten Zweck verbinden. "Ich laufe für das Kinderhaus Viersen, weil ich der Meinung bin, dass die Kids ein wenig Hilfe verdienen." Sein Vorhaben hat sich bereits herumgesprochen. So fanden sich schnell zahlreiche Spendenfreudige und Sponsoren, die Schormann bei seinem Vorhaben unterstützen möchten.

So auch der Sportausrüster, Sport Pergens aus Viersen, der sich bereit erklärte, den Läufer zu sponsern und für den StrongmanRun einzukleiden. Trainiert wird zweimal pro Woche. "Einmal laufe ich eine Halbmarathon-Strecke, dann eine Distanz von etwa 13 Kilometern." Motiviert ist er, denn er hat ein klares Ziel vor Augen und auch seine Familie steht voll und ganz hinter ihm. Sein Trainingsergebnis kann sich durchaus sehen lassen. "Mittlerweile läuft er die zehn Kilometer schon unter einer Stunde", lobt ihn seine Ehefrau Silke, die ihn natürlich zum Lauf begleiten und kräftig anfeuern wird. "Leider sind die Hindernisse unkalkulierbar. Es gibt eiskalte Wasserbecken, ein Meer aus Autoreifen und ein Mega-Schlammbad, darauf kann ich mich hier ja wohl schlecht vorbereiten", schmunzelt Schormann.

Er freut sich, dass er inzwischen schon ein ordentliches Spendensümmchen zusammen bekommen hat. "Mein Ziel war es, mindestens 500 Euro für das Kinderhaus zu sammeln. Diese Summe habe ich nun sogar schon überschritten." Wenn Thorsten Schormann im Juni seinen Scheck der Einrichtung übergibt, wird er außerdem auch noch Sachspenden in Form von kleinen Geschenken für die Kinder mit im Gepäck haben. Diese steuert die Volksbank Viersen bei. "Der Gedanke, die leuchtenden Kinderaugen zu sehen, motiviert mich natürlich noch mehr und ich werde auf jeden Fall mein Bestes geben."

Neue Ziele hat sich der 41-Jährige auch bereits gesteckt. "Wenn ich den StrongmanRun und den anschließenden Vatertag gut überstehe, laufe ich etwa zwei Wochen später den Santander Halbmarathon in Mönchengladbach und wenn alles gut geht, bin ich im Oktober beim Köln-Marathon mit dabei."

(StadtSpiegel)