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Bronze für Folgmann

Nettetal. Taekwondo-Kämpferin Madeline Folgmann von der TG Jeong Eui Nettetal erkämpfte sich in einer sehr starken Gruppe die Bronze Medaille bei den Deutschen Meisterschaften in Gummersbach. Jens Leewen dagegen schrammte hauchdünn an einer Medaille vorbei. Von der Redaktion

Die Schwalbe Arena in Gummersbach war auch in diesem Jahr wieder Austragungsort der Deutschen Meisterschaften der Senioren und Jugend A.

Für die 19-jährige Madeline Folgmann war es das erste Turnier seit dem Park Pokal Anfang Dezember. Eine Regenerationspause im Dezember nach einem harten Jahr war nötig. Ihr Abitur, in dem sie in diesem Jahr steckt, machten Turniere terminlich im Februar nicht möglich, da es zu Überschneidungen mit Klausuren gekommen wäre. Da das Abitur absoluten Vorrang hat, musste sie auf die Open Turniere in der Türkei und Fujarha sowie die Club Championships verzichten. Die Deutsche Meisterschaft war das erste große Ziel in diesem Jahr. Ein sehr stark besetzte 53-Kilogramm-Klasse hatte sich zusammengefunden.

In Folgmanns ersten Kampf traf sie auf die Gelnhausenerin Alicia Schott. Die Nettetaler Kämpferin machte Lust auf mehr und gewann 27:1. In der zweiten Runde kam es zum Aufeinandertreffen zweier Top-Favoriten der Klasse: Folgmann gegen Tabea Wenken vom AC Ückerath. Beide kennen sich gut, trainieren sie doch jede Woche Intensiv beim Landesstützpunkt in Düsseldorf zusammen. Wenken ebenso wie Folgmann kämpfen sehr athletisch und es entwickelte sich ein spannender Kampf auf Augenhöhe. Schließlich schaffte es die Nettetalerin, einen 5:4-Vorsprung über die Zeit zu retten.

Im Halbfinale wartete der nächste „Brocken“. Süheda Güler aus Gladbeck ist amtierende U21-Europameisterin und startet normalerweise für die Türkei und in der –49kg-Klasse. Da sei aber einen deutschen Pass besitzt, darf sie auch bei den Deutschen Meisterschaften starten. Nach drei überaus spannenden Runden stand es 7:7. In der vierten Runde musste der Golden Point die Entscheidung bringen. Als Güler einen Push Kick ansetzte, konterte Folgmann mit einem Unterleger. Beide Athleten trafen die Weste, doch Güler muss den Tick einer Sekunde schneller gewesen sein: Der Punkt fiel für sie.

Folgmann war zunächst sehr enttäuscht, ihr Traibner Björn Pistel sprang ihr zur Seite: „Für mich hat sie Bronze gewonnen bei der Deutschen Meisterschaft. Ihre Leistung spricht für sich und war ein wichtiger Schritt nach vorne.“ In zwei Wochen geht es für Folgmann gleich: Sie startet für die Nationalmannschaft bei den Dutch Open in Eindhoven.

Jens Leewen (Herren bis 74 kg) hat noch Trainingsrückstand, bot aber eine gute Leistung. Er gewann gegen Ramin Rezaie aus Bayern vorzeitig mit 15:3, hatte aber gegen Ewald Glesmann in der vierten Runde knapp das Nachsehen. So schrammte Leewen knapp an einer Medaille vorbei.

(StadtSpiegel)