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Und die Diskussion geht weiter

Und die Diskussion geht weiter
Lars Stindl konnte es nicht fassen, dass die Elfmeterentscheidung gegen ihn zurückgenommen wurde. Es wäre die große Chance zum 2:0 für die Borussia gewesen. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Borussia Mönchengladbach muss sich im Topspiel mit einem 1:1-Unentschieden gegen Schalke 04 zufrieden geben. Für Diskussion sorgte dabei insbesondere die zurückgenommene Elfmeterentscheidung von Schiedsrichter Sascha Stegemann kurz vor der Pause. Von David Friederichs

Die Diskussion um den Videoschiedsrichter hat ein neues Kapitel. Kurz vor der Pause hatte Schiedsrichter Sascha Stegemann auf Elfmeter entschieden. Das Foul von Naldo an Lars Stindl war unstrittig - auch nach Ansicht der Videobilder. Einen Elfmeter gab es trotzdem nicht. Denn Stegemann ahndete eine Situation, die 20 Sekunden vor dem Elfmeterpfiff passiert war. Oscar Wendt hatte sich gegen Daniel Caligiuri an der Eckfahne mit Körpereinsatz durchgesetzt. Borussias Fans tobten - und so stellte sich eine skurrile Szene ein, die man selten sieht: Gladbach- und Schalke-Fans stimmten zusammen gegen den DFB ein.

1:0 hatte es zu diesem Zeitpunkt gestanden, nachdem Christoph Kramer nach einer Ecke und Kopfballverlängerung von Matthias Ginter am langen Pfosten abgestaubt hatte. Ein seltenes Erfolgserlebnis für Kramer. Im Dezember 2014, also vor fast genau drei Jahren, hatte er gegen Werder Bremen sein letztes Tor geschossen. Es war eine verdiente Führung zu diesem Zeitpunkt. Beide Teams begannen taktisch diszipliniert, erlaubten dem Gegner kaum Räume. Dennoch war es die Borussia, die aktiver wirkte. Erst nach dem Gegentor wurde Schalke mutiger, genau in dieser Phase hätte der Elfmeter für die Borussia für Ruhe sorgen können.

Doch hätte man die Ruhe auch nach der Pause frühzeitig sicherstellen können. Offensivere Schalker gaben den Borussen nun Räume zum Kontern, doch traf die Elf von Dieter Hecking im und um den Strafraum oft die falsche Entscheidung. Und die Königsblauen be straften diese Nachlässigkeiten, oder besser bestrafte sich Borussia selbst. Eine scharfe Hereingabe lenkte Janik Vestergaard, der schon drei Mal auf der richtigen Seite getroffen hatte, ins eigene Tor.

Was folgte war eine intensive Partie, in der es Chancen auf beiden Seiten gab. Irgendwie hatte man immer das Gefühl, dass es nicht bei diesem Unentschieden bleiben würde. Zwar wollte keine Mannschaft das Visier völlig hochklappen, doch Chancen ergaben sich dennoch hüben wie drüben. Die besten vergaben Thorgan Hazard für die Borussia und der eingewechselte Guido Burgstaller auf Seiten der Schalker.

(Report Anzeigenblatt)