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Schnell auf Betriebstemperatur

Schnell auf Betriebstemperatur
Wieder da: Nach seinem verlängerten Urlaub stieg Lars Stindl am Mittwoch wieder ins Training ein. FOTO: Dieter Wiechmann
Mönchengladbach. Während seine Mannschaftskollegen am Tegernsee schwitzten, konnte sich Lars Stindl noch von den angenehmen Strapazen des Confed-Cups erholen. Seit Mittwoch ist er ebenso wie Matthias Ginter wieder im Training und will sich schnell akklimatisieren. Von David Friederichs

Knapp zwei Wochen sind es jetzt noch, ehe mit dem Pokalspiel in Essen die neue Saison eingeläutet wird. Nicht viel Zeit also für die beiden Nationalmannschaftsrückkehrer Lars Stindl und Neuzugang Matthias Ginter, wieder in den Rhythmus zu kommen. „Aber ich hatte auch nicht viel Zeit, etwas zu verlieren“, sagt Stindl. Gute drei Wochen waren es, um abzuschalten und das erlebte zu verarbeiten. Schließlich sei es nicht selbstverständlich gewesen, mit 28 Jahren noch sein Debüt im DFB-Dress zu feiern - und dann auch noch in dieser Art und Weise zu überzeugen. „Ich habe die Leistung gezeigt, die ich mir erhofft habe. Ich bin froh, dass ich eine solch entscheidende und erfolgreiche Rolle einnehmen konnte“, resümierte der Offensivspieler. Dass es am Ende sogar zum Titel reichte, bedeutet Stindl viel. In erster Linie aber will er den Schwung des Confed-Cups auch mit in die neue Saison nehmen. Die Rolle des Führungsspielers hatte er schon in der vergangenen Saison als Kapitän inne. In dieser Saison weiß er, dass er auch den jungen Nachwuchsspielern noch mehr als Vorbild dienen und sie an die Hand nehmen soll. „Wir haben eine gute Hierarchie in der Mannschaft. Allerdings müssen wir in der kommenden Saison mehr Konstanz und Gier entwickeln, um erfolgreich zu sein.“

Entsprechend sei ein guter Start in die Saison enorm wichtig. Das gelte bereits für das Pokalspiel in Essen. „Das wird keine einfache Hürde“, weiß Stindl. Doch sollten gerade die Erfahrungen aus dem Pokal der letzten Saison Ansporn für mehr sein. „Wir haben gesehen, wie schön aber auch wie bitter dieser Wettbewerb sein kann.“

Vom wahrscheinlich erhöhten Medieninteresse an seiner Person will er sich dabei nicht ablenken lassen. „Ich habe bewiesen, was ich für die Mannschaft leisten kann. Ich will vorweg gehen, damit wir als Mannschaft eine gute Saison spielen können.“ Dass man dabei offensiv auch wieder über das internationale Geschäft spricht, stört ihn nicht. „Es ist normal, dass man nach dem maximalen Erfolg strebt.“

(Report Anzeigenblatt)