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Mit Ruhe und Geduld

Mit Ruhe und Geduld
Lars Stindl bereitete mit seinem Führungstreffer den Weg für den Sieg gegen Eintracht Frankfurt. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Gegen hoffnungslos überforderte Frankfurter gewinnt Borussia Mönchengladbach auch in der Höhe verdient mit 3:0. Yann Sommer verbrachte einen mehr als ruhigen Nachmittag, während sein Gegenüber Lukas Hradecky den Tag am liebsten schnell vergessen würde. Von David Friederichs

Es gibt Tage als Fußballer, an denen man besser im Bett geblieben wäre. Frankfurts Torhüter Lukas Hradecky erlebte einen solchen Tag. Alles fing in der 36. Minute an. Nach einem Freistoß aus dem Halbfeld faustete er den Ball genau vor die Füße von Lars Stindl, der aus elf Metern die Führung für Borussia Mönchengladbach erzielte. Eine hochverdiente Führung, schließlich spielte nur der VfL. Mit viel Ruhe und Geduld ließ man die kompakt stehenden Frankfurter laufen, suchte die Lücken im massiven Defensivbollwerk der Hessen, fand sie aber eher selten. Daher nahm man die Hilfe des Frankfurter Torhüters gerne an. Yann Sommer auf der anderen Seite musste im ersten Abschnitt nicht einmal eingreifen, weil sich die Gäste einfach nicht in die Mönchengladbacher Hälfte verirren wollten.

Auch im zweiten Abschnitt änderte sich an diesem Bild wenig. Die Borussia war weiter die spielbestimmende Mannschaft und das zweite Tor war nur eine Frage der Zeit. Allerdings bedurfte es wiederum der Hilfe des Eintracht-Keepers. Diesmal kam er bei einem langen Ball aus dem Sechzehner gestürmt, der Klärungsversuch landete genau vor den Füßen von Raffael, der aus knapp 40 Metern ins leere Tor traf. Mit der sicheren Führung im Rücken führte der VfL die Gäste zeitweise sogar vor. Die Dreierkette in der Abwehr hatte keine Mühe, die zaghaften Frankfurter Angriffsversuche zu stoppen. Yann Sommer wurde zumindest bei zwei Flanken ein wenig gefordert, ehe es in der 77. Minute die erste und einzige Chance der Gäste gab. Beim Abschluss von Haris Seferovic aus spitzem Winkel hatte der Schweizer aber wenig Mühe. Auf der anderen Seite machte Mo Dahoud den schwarzen Tag von Hradecky perfekt. Aus spitzem Winkel spitzelte er den Ball zwischen dem Fuß von Hradecky und dem Pfosten zum Endstand ins Netz.

Kleiner Wermutstropfen waren die verletzungsbedingten Auswechslungen von Havard Nordtveit und Granit Xhaka, die jeweils mit Blessuren vom Platz mussten. Positiv au der anderen Seite die Rückkehr von André Hahn in den Kader, der allerdings nicht mehr zum Einsatz kam.

Borussia rückte wieder auf Rang vier nach vorne und kann nur noch von Mainz von diesem Rang verdrängt werden.

(Report Anzeigenblatt)