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Herrmann noch keine Option

Herrmann noch keine Option
Gegen Köln stand Patrick Herrmann erstmals wieder im Kader. Auch in Augsburg reicht es noch nicht für einen Startelfeinsatz. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Erstmals finden am heutigen Sonntag gleich vier Bundesligapartien statt. Mit dem Spiel beim FC Augsburg macht die Borussia den Auftakt. Die Gastgeber mussten am Donnerstag 90 intensive Minuten in Liverpool verbringen. Der VfL hofft das zum eigenen Vorteil nutzen zu können. Von David Friederichs

Die ganze Woche wurde diskutiert, wer denn nun die Stelle von Lars Stindl heute in Augsburg einnehmen wird. Und bis zur offiziellen Aufstellung etwa eine Stunde vor Spielbeginn wird wohl weiter gefachsimpelt. Auch bei der Pressekonferenz wollte André Schubert keine weiteren Auskünfte erteilen, legte nur die Optionen offen, die ohnehin schon durch die Gazetten geisterten. Und doch gab es eine konkrete Information: „Patrick Herrmann ist noch keine Option für die Startelf. Er macht einen guten Eindruck, aber das wäre zu früh“, so Schubert.

Etwas verwirrend war die Begründung, warum man Yann Sommer, Havard Nordtveit und Oscar Wendt am Freitag im Training schonte. Es waren laut Schubert weder muskuläre Probleme noch Krankheit die Ursache, sondern es war eine reine Vorsichtsmaßnahme aufgrund der vorherigen harten Einheiten. „Sie haben im Kraftraum gearbeitet. Ich gehe davon aus, dass sie uns in Augsburg zur Verfügung stehen“, betonte Schubert.

In der Hinrunde debütierte Schubert im Heimspiel gegen Ausburg. „Es war ein wichtiges Spiel“, so Schubert, es war auch der Auftakt für eine starke Serie von zehn Bundesligaspielen ohne Niederlage. Nun, ein halbes Jahr später, ist die Ausgangslage eine andere. Die Borussia hat sich im oberen Tabellendrittel festgesetzt, nach dem Derbysieg gegen Köln in der Vorwoche ist man wieder auf Tuchfühlung zu Platz drei. Auf der anderen Seite trifft man heute auf einen Gegner, der am Donnerstag in der Europa League nur denkbar knapp in Liverpool unterlag. Kräftemäßig also sollte der VfL im Vorteil sein, auf der anderen Seite konnte die Borussia in Augsburg noch keinen Sieg einfahren. Und noch eine weitere Statistik könnte Sorgen bereiten. Augsburg ist die Mannschaft mit den zweitmeisten Standard-Toren, die Borussia das Team mit den meisten Gegentoren nach ruhenden Bällen. „Irgendwelche Statistiken gibt es immer. Wichtig ist, dass wir uns auf unsere Aufgabe konzentrieren. Wir haben gegen Köln gezeigt, dass wir gut verteidigen können - auch Standards“, so Schubert.

(Report Anzeigenblatt)