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Favre fordert mehr Vertrauen ins eigene Spiel

Favre fordert mehr Vertrauen ins eigene Spiel
Lucien Favre fordert von seinen Spielern wieder mehr Vertrauen ins eigene Spiel. FOTO: Getty Images
Mönchengladbach. Auf Granit Xhaka ruhen im Spiel beim 1. FC Köln viele Hoffnungen. Der Schweizer kehrt nach seiner Gelb-Rot Sperre ins Team zurück und soll diesem wieder mehr Stabilität geben. Lucien Favre hofft auf eine Wende zum Guten. Von David Friederichs

Etwas mehr als ein halbes Jahr ist es her, dass Granit Xhaka im Derby gegen den 1. FC Köln in der Nachspielzeit den 1:0 Siegtreffer köpfte. Seither ist viel passiert - zunächst im Positivem, seit Saisonbeginn aber auch im Negativem. Am Samstag gegen den 1. FC Köln kehrt der Schweizer nach seiner Zwangspause gegen den HSV ins Team zurück und soll dafür sorgen, dass nicht nur defensiv wieder mehr Stabilität ins Spiel der Borussia kommt, sondern auch offensiv wieder Akzente gesetzt werden. „Granit ist sehr wichtig für die Mannschaft und ich freue mich, dass er wieder da ist. Man merkt wenn er fehlt“, sagt Lucien Favre. Schließlich ist Xhaka ein Spieler, der immer den Ball fordert und auch in Sachen Einsatz und Kampf meist vorbildlich agiert - auch wenn er manchmal über das Ziel hinausschießt. Zwar hat er sich auch in dieser Hinsicht weiterentwickelt, doch muss er sein Temperament ab und an zügeln.

Xhaka spielt in den Überlegungen von Favre eine zentrale Rolle. Schließlich fordert er viele Bälle und kann Taktgeber für das Spiel der Borussia sein. Und so dazu beitragen, dass die von Favre benannten „Kleinigkeiten“, die aktuell große negative Auswirkungen haben, korrigiert werden. Dass dies bei einer verunsicherten Mannschaft nicht von heute auf morgen geht, ist allen Beteiligten klar, dennoch fordert Favre mehr Vertrauen ins eigenen Spiel. „Wir müssen wieder dahin kommen, Situationen spielerisch zu lösen und den Ball laufen zu lassen. Dann bin ich auch überzeugt, dass wir viele Mannschaften in der Liga schlagen können.“ Schließlich könne es im Fußball ganz schnell gehen. „Im Moment ist alles dunkel, aber wir werden den Weg ins Licht wieder finden“, ist auch Sportdirektor Max Eberl optimistisch.

Vielleicht findet sich dieses Licht bereits am Samstag im Derby gegen den 1. FC Köln. Der FC, mit sieben Punkten gestartet, verlor zwar am Wochenende deutlich mit 2:6 in Frankfurt, zeigte aber bei den Auftritten in Stuttgart sowie gegen Wolfsburg und Hamburg, das sie „sehrt gut organisiert“ (Favre) und in der Offensive schwer ausrechenbar sind.

(Report Anzeigenblatt)