| 16.23 Uhr

Was sich für Verbraucher ändert

Was sich für Verbraucher ändert
Hersteller verpackter Lebensmittel müssen ab Mitte Dezember 2016 über die Nährwerte ihrer Produkte informieren.
Neues Jahr - neue Verordungen und Gesetze. Was sich alles 2016 für Sie als Verbraucher geändert hat, erfahren Sie hier. Der Stadt Spiegel hat eine Auswahl an wichtigen Neuerungen im Jahr 2016 in verschiedenen Lebensbereichen zusammen gestellt.
 
Von Claudia Ohmer

Internet/Kommunikation:

- Die Deutsche Post erhöht den Preis für Standardbriefe erneut – dieses Mal um acht Cent.

- Wer per Antenne fernsieht, kann sich im neuen Jahr über den verbesserten Standard DVB-T2 freuen.

- Die EU schreibt Regeln zur Netzneutralität im Internet vor.

- Die Deutsche Bahn beabsichtigt, auch die Fahrgäste in der zweiten Klasse der ICE mit kostenlosem WLAN zu beglücken.

- Internetnutzer sollen ihre Router zum Anschluss von Computern ans Netz künftig frei wählen können.
 

Gesundheit und Pflege:

- Viele gesetzlich Krankenversicherte müssen 2016 mit einem höheren Zusatzbeitrag rechnen, aber es gibt auch etliche Verbesserungen.

- Der zweite Teil des Gesetzes zur Verbesserung der Pflege tritt in Kraft; allerdings sind die Änderungen größtenteils erst ab 2017 spürbar.

- Auch Flüchtlinge sollen die elektronische Gesundheitskarte erhalten.

- Bei Gelbfieber wird eine einmalige Impfung als Schutz genügen.

- Wer privat krankenversichert ist, soll bei seiner Versicherung künftig einfacher in einen anderen Tarif wechseln können. Das sehen Leitlinien des Verbandes vor.
 

Ernährung und Umwelt

- Reis weist oftmals anorganisches Arsen auf, das als krebserregend gilt. Deshalb wurden nun die Grenzwerte (Höchstgehalte) geändert.

- Auch große Handelsgeschäfte sind künftig verpflichtet, ausrangierte Elektrogeräte zurücknehmen.

- Bereits seit Ende Dezember 2015 gelten strengere EU-Grenzwerte für Schadstoffe in Kinderspielzeug und Verbraucherprodukten.
 

Energie und Wohnen

- Für Hauseigentümer in Nordrhein-Westfalen heißt es bis 31. Dezember 2016: Auch bestehende Gebäude müssen mit Rauchmeldern ausgestattet sein.

- Label, die Auskunft über die Energieeffizienz geben, sind in Zukunft auch an bereits installierten Heizungs- und an neuen Lüftungsanlagen in Wohnungen zu finden.

- Beim Label zur Energieeffizienz von Dunstabzugshauben entfällt die bisher schlechteste Kategorie "G".

- Wer ein neues Haus baut, muss künftig strengere Vorgaben zur Einsparung von Energie beachten.

- Die KfW beglückt mit höheren Förderkrediten.

- Wer ein neues Blockheizkraftwerk betreiben will, erhält einen anderen Zuschlag als bisher.

- Betreiber von Blockheizkraftwerken sowie Solar- und Kleinwindanlagen werden für den selbst verbrauchten Strom mehr zahlen müssen.

- Die Strom-Umlagen (EEG und KWK) erhöhen sich; allerdings kaufen die Energieversorger nach wie vor günstig ein.
 

Geld und Kredit

- Aufträge zur Freistellung von Kapitalertragssteuern sind künftig nur noch mit Steuer-Identifikationsnummer gültig.

- Die bisherige Kontonummer und die Bankleitzahl (BLZ) werden endgültig von der IBAN abgelöst.

- Bei der Insolvenz einer Bank oder Sparkasse bekommen die Kunden ihr Geld schneller zurück.

- Bei Lebensversicherungen verzichtet die Bundesregierung darauf, einen Garantiezins festzulegen.

- Jeder Verbraucher soll künftig das Recht auf ein Girokonto mit grundlegenden Funktionen haben.

- Wer ein Darlehen aufnimmt, soll besser vor Pfändungen und Zwangsvollstreckungen geschützt werden.

- Umfassende Änderungen stehen mit der Reform des Bausparkassengesetzes ins Haus.
 

Steuern und Recht

- Eingetragene Freibeträge beim Lohnsteuerabzug gelten künftig für zwei Jahre.

- Wer Unterhalt zahlen muss, spart ab 2016 Steuern.

- Der Grund- und Kinderfreibetrag erhöhen sich.

- Getrennt lebende Eltern müssen mehr Mindestunterhalt zahlen.

- Um Kindergeld zu bekommen, braucht es die Steuer-ID desjenigen, der den Antrag stellt, und auch die des Kindes.

- Die sogenannten Sachbezugswerte (maßgeblich fürs Finanzamt, wenn Arbeitgeber Verpflegung spendieren) werden an die Entwicklung der Preise angepasst.


Einkommen und Abgaben

- Finanzielles Plus für Eltern: Kindergeld und Kinderzuschlag für Geringverdiener steigen.

- Rentner werden sich über ein deutliches Plus auf ihrem Konto freuen können.

- Die Koalition aus CDU/CSU und SPD will die Rente flexibler gestalten.

- Für 870.000 Haushalte gibt es ein höheres Wohngeld.

- Bei Hartz IV heißt es: mehr Geld im Monat und Ende für die Familienversicherung.

- Kranken- und Rentenversicherung: Beitragsbemessungsgrenzen werden angehoben.

- Frohe Kunde für Schüler, Studenten und Handwerker: BAföG und Zuschüsse zur beruflichen Qualifikation werden angehoben.

- Rürup-Rente: Höhere Sätze bei Sonderausgabenabzug und Besteuerung.

- Plus bei branchenspezifischen Mindestlöhnen.
 

Quelle: Verbraucherzentrale http://www.verbraucherzentrale.de/2016

 

(StadtSpiegel)
Weitere Empfehlungen für Sie!Anzeige