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Vorsicht vor Staupe-Virus

Vorsicht vor Staupe-Virus
Füchse können den Staupe-Virus übertragen. Gefährlich ist dies für freilaufende Hunde. FOTO: pixabay
Kreis Viersen. In Niederkrüchten ist bei zwei verendet aufgefundenen Füchsen das Staupe-Virus festgestellt worden. Besonders Hunde sind von dem Virus bedroht. Darauf weist das Veterinäramt des Kreises Viersen hin. Von der Redaktion

Das Virus überträgt sich als Tröpfcheninfektion oder durch direkten Kontakt zu erkrankten Tieren. Hunde können sich auch an Ausscheidungen erkrankter Tiere infizieren. "Ist ein Fuchs bereits geschwächt, kann ein freilaufender Hund ihn leicht aufstöbern und sich anstecken", warnt Kreisveterinär Dr. Helmut Theißen. Die Krankheit führt in vielen Fällen bei Fuchs und Hund zum Tod. Füchse, bei denen die Krankheit ausgebrochen ist, verlieren meist die Scheu vor Menschen und wirken orientierungslos. Die Tiere bekommen unter anderem Fieber mit Symptomen eines Magen-Darm- oder Atemwegsinfekts.

Das Verbreitungsgebiet muss nicht auf die Fundorte oder den Westkreis beschränkt sein.

Für Menschen und Katzen ist der Staupevirus ungefährlich. Bei Spaziergängen im Wald sollten Hunde unbedingt an der kurzen Leine gehalten und von erkrankten oder toten Tieren ferngehalten werden. Besitzer sollten umgehend den Impfschutz ihres Hundes überprüfen und gegebenenfalls erneuern lassen. "Üblicherweise besteht ein Impfschutz gegen Staupe rund ein Jahr, dann sollte die Impfung aufgefrischt werden", rät Dr. Theißen. Nach der Impfung dauert es zwei Wochen, bis der Schutz wirkt. Welpen sollten ab der achten Woche eine Grundimmunisierung erhalten.

Die Staupe-Krankheit ist nach Einführung der Impfung vor rund 50 Jahren weitgehend eingedämmt worden. Allerdings bricht sie ab und an dennoch aus.

(StadtSpiegel)