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Sicher mit dem Rad unterwegs

Sicher mit dem Rad unterwegs
Die Verträge für die wissenschaftliche Studie VORKIDS sind unterzeichnet. Sie soll Aufschuss darüber bringen, warum radelnde Kinder im Kreis Viersen besonders häufig verunglücken. FOTO: Heike Ahlen
Es wird eine wissenschaftliche Studie namens VORKIDS über Unfälle mit Kindern auf dem Fahrrad für den Kreis Viersen geben. Warum verunglücken gerade sie hier so häufig? Von Heike Ahlen

Kreis Viersen (hei).

Der Kampf gegen die Unfälle mit Rad fahrenden Kindern gehört schon länger zu den Schwerpunkten der Arbeit in der Kreispolizeibehörde Viersen. Die Zahlen der vergangenen Jahre sind hoch – in diesem Jahr ist der Kreis Viersen sogar das traurige Schlusslicht in der NRW-Statistik. „Die Zahlen sind nicht zufriedenstellend“, sagt Landrat Dr. Andreas Coenen.

Ein Blick auf die Statistik bringt aber keine Erklärung, warum das so ist. Weder passieren in einer Kommune besonders viele Unfälle, noch gibt es ein bestimmtes Muster, dass es gehäuft Unfälle eines bestimmten Typs, also beim Abbiegen, immer zu einer bestimmten Uhrzeit oder auf nasser Straße, wären. „Wir wollen das ändern“, sagt Coenen sehr bestimmt.

Deshalb haben er, Heinz Albert Stumpen von der Deutschen Hochschule der Polizei und Dieter Lambertz von der Kreisverkehrswacht jetzt die Verträge für eine wissenschaftliche Studie namens VORKIDS, das bedeutet „

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Seit Jahren arbeitet die Polizei im Kreis daran, die Zahlen zu senken – „präventiv und repressiv“, wie Manfred Krüchten, Abteilungsleiter der Polizei, erläutert. Präventiv bedeutet, dass es Verkehrserziehung gibt, repressiv, dass Fehlverhalten geahndet wird. Darunter fallen Fahrfehler wie das Benutzen der falschen Straßenseite ebenso wie der Gebrauch von Fahrrädern, die nicht ordnungsgemäß ausgestattet sind – von der Bremse bis zum Licht. Über 5 000 „Mann-Stunden“ verwendete die Polizei im vergangenen Jahr auf diese Arbeit.

Dass die Studie, die bei der Deutschen Hochschule der Polizei entstehen soll, möglich wird, dafür sorgt unter anderem das Land NRW. Zwei Drittel der nötigen Mittel von 60 000 Euro kommen von hier. Die letzten 20 000 Euro bringt die Verkehrswacht des Kreises auf. „Wir sehen die Entwicklung bei den Unfällen mit Fahrradfahrern mit Sorge“, sagt Dieter Lambertz von der Verkehrswacht. Deshalb sei man gerne Partner der Aktion geworden

18 Monate lang werden Experten von der Hochschule nun tiefer in Datenmaterial einsteigen, Unfallopfer noch einmal befragen. Die Polizei erfasse bei einem Unfall „objektive Daten“, sagt Heinz Albert Stumpen. Er glaube aber, dass „in vielen Fällen subjektive Faktoren maßgeblich“ seien. Er freue sich auf die Zusammenarbeit und sei sehr „gespannt, was wir herausfinden werden“.

(Report Anzeigenblatt)