| 13.42 Uhr

Rock direkt aus der Erde

Rock direkt aus der Erde
Michael Botz, Wim Rutjens, Maria Cobbers und Calle Jäger (v.l.) – am 21. September eröffnet Out of Bounds den Dorfrock-Herbst im Breyeller Saal im Kreuels. FOTO: Uli Rentzsc
Dorfrock:. Wenn die kleine, weiße Kugel mit den vielen Dellen beim Golf im Aus vollständig zur Ruhe kommt – Out of Bounds. Im Football nennt man alles außerhalb der Spielfläche – Out Of Bounds. So nennt sich auch die Nettetaler Rockformation, die den Dorfrock-Herbst von Extra-Tipp und StadtSpiegel am 21. September eröffnen wird. Von Ulrich Rentzsch

Drei Freitagabende im Saal Kreuels – sechs Bands

21. September:

Out of Bounds (19 Uhr), Custard Pies - A Tribute to Led Zeppelin (ca. 20.15 Uhr)

19. Oktober:

The Six Pack (19 Uhr), The Stones Tribute Band (ca. 20.15 Uhr)

23. November:

Die Schrammeletten (19 Uhr), Central Park Band - A Tribute to Simon & Garfunkel (ca. 20.15 Uhr)

Nettetal.

Gitarrist Calle Jäger kennt noch ein Beispiel: „Wenn du in Irland aus der Kneipe fliegst, dann bist du auch ’Out of Bounds’.“ Er lächelt. Steht die Band etwa außerhalb der Grenzen? Die Musiker schauen sich an. „Naja“ soll das heißen. Das lässt Raum für Fantasie.

Seit 2013 spielt die Band in dieser Formation. Calle Jäger und Gitarrist Michael Botz kennen sich schon seit Jahrzehnten, Bassistin Maria Cobbers und Schlagzeuger Wim Rutjens stießen damals dazu. Seit dem also Out of Bounds.

Ein ganz besonderes Merkmal der Band war und ist immer noch, dass eigene Songs das Repertoire bestimmen. „Botzi kommt manchmal und sagt: ,Ich habe da ’ne Idee’, und dann erweitern wir zusammen diese Gedanken“, sagt Calle Jäger. Sieht man etwa ein Leuchten in seinen Augen?

„Classic Rock“ nennt Michael Botz die Richtung der Band. „70er-Jahre orientiert“, ergänzt Wim Rutjens. „Ein bisschen Blues ist auch dabei“, bestätigt Maria Cobbers.

Inzwischen ist auch der ein oder andere Coversong dazugekommen: Michael bläst schwingende Akkorde ins Intro, dann übernimmt Calle. Ist das nicht das Thema von Peter Gunn? Und schon legt Michael wieder los: „You ain’t nothing but a hound dog“ Was?, denkst du gerade noch, doch da geht die ganze Band ab wie Luzie und lässt Big Mama Thornton und Elvis gleichzeitig auferstehen und im Sonntagsanzug des Bluesrock Rock ’n’ Roll tanzen.

Es ist keine Kopie, es ist ein neues Original. In der Struktur absolut erkennbar, nun erfrischend neu: In den Coversongs steckt ganz viel Out of Bounds. Das kann nur funktionieren, wenn sich die Band gut versteht. „Wir machen uns keinen Druck, die Tagesform wird akzeptiert, aber wir proben sehr intensiv“, erklärt Michael Botz. Er sagt, wenn er von der Arbeit gleich in den Probenraum komme, dann könne er entspannen und neue Kraft tanken.

Was die Band gern hört? AC/DC, Status Quo, Kansas, Golden Earring, Joe Bonamassa, Anouk – diese Richtung. Erdiger Rock, ganz geradeaus, zwei Gitarren, die sich duellieren können, mehrstimmiger Gesang, treibend und pulsierend, farbig und voller Abwechslung. Noch mehr Informationen zu Out of Bounds gibt es übrigens auf ihrer Facebook-Seite.

Am Freitag, 21. September, starten Out of Bounds in den Dorfrock-Herbst von Extra-Tipp und Stadt Spiegel (ab 19 Uhr im Saal Kreuls an der Lobbericher Straße 15 in Breyell). Dann sind sie der Support für die Custard Pies, der Tribute Band für Led Zeppelin (ab circa 20.15 Uhr). „Wir haben noch genügend Zeit, um an der Setliste zu feilen“, sagt Calle Jäger. Er und Michael greifen ihre Gitarren, Maria wartet auf den Vorzähler von Wim. Viermal schlagen die Drumsticks gegeneinander, bevor die Band in ihre Welt abtaucht – Out of Bounds.

(Report Anzeigenblatt)