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Perspektiven geben

Perspektiven geben
Unser Bild: Weihbischof Dr. Johannes Bündgens (3.v.r.), Sozialreferent Jo Greyn (links) und Diakon Matthias Totten (3.v.l.). FOTO: Jungblut
Am Sonntag sind die Katholiken im Kreis Viersen aufgerufen, Solidarität mit Arbeitslosen zu zeigen. Von Werner Jungblut

Kreis Viersen (wj).

Wenn am Wochenende in den katholischen Gemeinden der Klingelbeutel die Runde macht, dann sind alle Kirchenbesucher zu einer Solidaritätskollekte aufgerufen. Der Katholikenrat der Region Kempen-Viersen und das Bistum Aachen haben diese Initiative unter das Leitwort gestellt: „Perspektiven geben – Arbeit stärkt, erfüllt und vernetzt“. Anfang der Woche informierte sich Weihbischof Dr. Johannes Bündgens über die gute Zusammenarbeit im Kreis Viersen.

Im Bistum sind rund 50 Arbeitsinitiativen aktiv; besonders im ländlichen Bereich, und hierzu zählt die Region Kempen-Viersen, sind diese Initiativen besonders wertvoll. „Mit ihrer dezentralen Arbeitsweise gehen sie mit ihren Beratungen dort hin, wo sie gebraucht wird“, so der Weihbischof weiter.

Diakon Matthias Totten stellte die Verränderungen im Katholikenrat vor. So wurde Ende letzten Jahres nicht nur ein neuer Vorstand gewählt, auch die Einrichtung eines Arbeitslosenzentrums an der Großen Bruchstraße 26 steht vor der Vollendung. Hier sollen künftig Arbeitslose „auf Augenhöhe“ behandelt werden und nicht als Nummer beim Jobcenter. Auf rund 25 Quadratmetern ist die Begegnung möglich. Hier finden ab Juni (Eröffnung) Gespräche statt, stehen Computer zur Verfügung oder findet man auch das diskrete, persönliche Gespräch.

Die Initiative gegen Arbeitslosigkeit in der Region Kempen-Viersen trägt sich durch den Einsatz vieler ehrenamtlicher Helfer. Sie geben den Ratsuchenden Sicherheit, begleiten bei Behördengängen und kümmern sich um eine faire Behandlung. „Hilfe suchen aber nicht nur die ’Kleinen’, auch Selbständige, die mit ihrem Einkommen nicht auskommen und den Lebensunterhalt für die Familie durch Harz IV aufbessern müssen, finden hier Hilfe. Dazu bietet der Initiativkreis einmal monatlich einen Stammtisch „Selbständig mit Harz IV“ an. Jeden 2. Montag im Monat gibt es Austausch und fachliche Begleitung.

(StadtSpiegel)