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Neue Behandlungsmethoden bei schweren Erkrankungen

Krebs ist nach wie vor eine schwere Erkrankung, auch wenn es bei frühzeitiger Erkennung gute Heilungschancen gibt. Bei der Behandlung müssen Patienten einen Kompromiss eingehen, da Bestrahlung oder Chemotherapie erhebliche Nebenwirkungen haben können.

Im schlimmsten Fall führen sie zu einer Neuerkrankung. Nach alternativen Behandlungsmethoden wird deswegen fieberhaft geforscht. Ungefähr eine halbe Million Menschen in Deutschland erkranken jedes Jahr neu an Krebs, für etwa 221.000 von ihnen ist diese Erkrankung tödlich. Je nach Geschlecht unterscheidet sich die Art der Erkrankungen. So ist für Männer Prostatakrebs die häufigste Krebsart, deren Zahl der Neuerkrankungen in den letzten Jahren gestiegen ist. Bei Frauen stellt Brustkrebs mit 75.200 neuen Erkrankungen die mit Abstand häufigste Krebsform dar.

GcMAF-Therapie verfolgt einen neuen Ansatz

Ähnlich wie bei homöopathischen Therapien wird hier der Körper zur Selbstheilung angeregt. Ein spezieller Fokus wird auf GcMAF gelegt, kurz für Gc Makrophagen-Aktivierender Faktor. Dieses Protein hat eine besondere Aufgabe im Körper: Es kommuniziert den Fresszellen des Immunsystems, dass sie den Körper nach Krebszellen absuchen und diese eliminieren sollen. Haben sich bereits Krebszellen gebildet, sondern diese ihrerseits das Enzym Nagalase ab, das die Produktion von GcMAF hemmt. Die Folge davon ist wiederum, dass das Immunsystem geschwächt wird – der Teufelskreis hat sich geschlossen. Die neue Therapie setzt hier an. Der behandelnde Arzt führt dem Körper GcMAF intravenös zu. Damit können die Fresszellen des Immunsystems wieder auf Jagd gehen und der Krebs bekämpft werden.

Da die Körper individuell unterschiedlich sind, trifft dies auf die Therapie ebenso zu. Allerdings gibt es allgemeingültige Empfehlungen: Für einen Menschen mit einem Körpergewicht von 70 Kg erscheint eine Behandlung sinnvoll, die alle zwei bis drei Tage stattfindet. Diese neue Therapie weckt Hoffnungen. Nichtsdestotrotz kann man sie nicht als Ersatz zu etablierten Therapien sehen, vielmehr als sinnvolle Ergänzung.