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Logbuch Der Bürger darf sich wundern

Der Bürger wundert sich: In der letzten Woche wurde gar keine Pressemitteilung zum Thema Wertstoff- und Logistikzentrum auf den Markt geworfen. Dafür sorgt ein anderes Thema für mächtig Wirbel. Der Kreis Viersen, der Träger des Rettungsdienstes ist, stellte ein neues Konzept für eben diesen Rettungsdienst vor. Nicht mehr in Gemeindegrenzen denken heißt das Motto, sondern den Kreis quasi als Ganzes sehen. So betrachtet, braucht man statt acht nur noch sieben Rettungswachen, sagte das Bonner Büro Forplan Dr. Schmiedel GmbH, das das neue Konzept entwickelt hat. Von Ulrich Rentzsch

Der Bürger wundert sich auch hier: Hat der Kreis Viersen kurzerhand eine Diskussionsvorlage in den Ring geworfen und damit die betroffenen Kommunen aus allen Wolken fallen lassen? Oder wie kommt es, dass sich Städte und Gemeinden äußerst kritisch zum Konzept äußerten? Oder hat das Bonner Büro entwickelt und entwickelt, ohne ein Wort mit den Kommunen zu wechseln? Denn warum soll man eine Rettungswache in Kaldenkirchen schließen, in die erst 2009 in Abstimmung mit den Krankenkassen investiert worden war? Die Stadt Viersen stellt fest, dass man in absehbarer Zeit eine zweite Viersener Rettungswache an der Dülkener Sternstraße in Betrieb nehmen wolle. Damit seien nicht nur Dülkener, sondern auch Süchtelner Einsatzorte innerhalb der Hilfsfrist von acht Minuten erreichbar. Forplan hatte dagegen eine neue Rettungswache in Mackenstein vorgeschlagen.

Da passt doch was nicht zusammen. Noch darf man sich wundern.

(Report Anzeigenblatt)
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