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Liebe Mütter,

Liebe Mütter,
Fotoarchiv: Fotolia.com/ Foto Lavendel: De Visu/ foltolia.com
heute ist unser Tag. Der Tag, an dem wir uns zurücklehnen dürfen und uns feiern lassen sollten. Egal, ob mit verbranntem Toast zum Frühstück, einem neuen Bild mit fremdartigem Wesen, das Mama darstellt oder dem 100. Gutschein für einmal die Geschirrspülmaschine aus- und einräumen. Es gibt zahlreiche Arten „Danke“ zu sagen – lassen Sie es zu und genießen Sie die Zeit! Und sollte es in Ihrer Familie bislang zu kurz gekommen sein, dann sage ich es Ihnen jetzt: „DANKE! Mamas, Ihr seid einfach großartig!“ Von Christina Reineke

Jede von uns managt ihr kleines Familienunternehmen auf ihre eigene, besondere Art und Weise, und seien wir doch mal ehrlich: Wenn wir die Bälle nicht permanent gleichmäßig in der Luft jonglieren würden, dann müsste das Unternehmen sehr bald Konkurs anmelden. Auch wenn manch einer glaubt, dass das Mutter-Sein nun wirklich nichts Besonderes ist, sondern vollkommen natürlich und er sich fragt, warum dieser „Spezies“ sogar ein ganzer Tag gewidmet wird, dem soll gesagt sein: weil wir ein Gen besitzen, das uns das Unmögliche möglich machen lässt.

Wir hören mit geschlossenen Augen mitten im Tiefschlaf durch Wände und Türen, wie sich der Nachwuchs im Bett wälzt . Krankheitsbedingte Auszeiten? Hah! Mit dem Kopf über der Schüssel unterschreiben wir Unterlagen und planen Geburtstagspartys – mit schwerem Grippe-Schädel putzen, waschen, kochen wir und nähen nebenbei noch schnell das Karnevalskostüm. Und im Lügen macht uns sowieso keiner was vor. Hört man die Geschichten über das Christkind, die Zahnfee und den Osterhasen, fängt man selbst wieder an, daran zu glauben. Und wenn eine gut erzählte Lüge das Kind davon abhält, sich selbst in Gefahr zu bringen - umso besser.

Mutter-Sein verändert einfach alles im Leben. Man wächst über sich hinaus, lernt vollkommen neue Seiten an sich kennen – das schlechte Gewissen, nicht allem gleich gerecht werden zu können, und die Selbstzweifel gibt es gratis dazu. Mutter sein und Frau bleiben – eine Zerreißprobe? Auf jeden Fall, aber ich kann Ihnen eins versichern: „So wie Sie es machen, machen Sie es genau richtig.“ Lassen Sie sich nicht beirren und lassen Sie die anderen (vornehmlich andere Muttis) reden. 100 Prozent Mutter, 100 Prozent (Ehe-)Frau, 100 Prozent Hausfrau und 100 Prozent Arbeitnehmerin - diese Rechnung geht bei keiner auf.

Ich wünsche Ihnen von Herzen einen wundervoll entspannten Muttertag. Lehnen Sie sich zurück und denken Sie immer dran, wenn der Nachwuchs doch mal außer Kontrolle gerät: „Das kriegen die alles wieder!“ Diesen weisen Spruch meiner Mutter habe ich zumindest sehr oft im Ohr, und ich muss zugeben:

„Sie hatte Recht - mit allem.“

Ihre Christina Reineke

(Report Anzeigenblatt)