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Kreisgeschichte auch digital

Kreisgeschichte auch digital
Stellen das neue Heimatbuch vor: Kreisdirektor und Kulturdezernent Ingo Schabrich (m.), Kreisarchivar Dr. Michael Habersack (l.) und Redakteur Dr. Gerhard Rehm (r.). FOTO: Kreis Viersen
Kreis Viersen. Kontinuität ist das Stichwort, das das Heimatbuch des Kreises Viersen am besten beschreibt. „Es ist dem Team gelungen, in diesem Jahr wieder ein wunderbares Heimatbuch auf den Weg zu bringen“, freut sich Kreisdirektor und Kulturdezernent Ingo Schabrich. Von der Redaktion

Auf 354 Seiten haben 22 Autoren 24 Artikel zusammengetragen. Kreisarchivar Dr. Michael Habersack betont: „Wir haben einen hohen wissenschaftlichen Anspruch an das Heimatbuch. In dieser Ausgabe haben wir vielseitige Themen bedient und die Aufsätze reich bebildert.“

Das Schwerpunktthema ist Breyell. Zum 900-jährigen Bestehen beinhaltet das Heimatbuch fünf Beiträge zur Geschichte des Nettetaler Ortsteils. „Ein Geburtstagsgeschenk für Breyell“ nennt es der ehemalige Kreisarchivar und Redakteur des Heimatbuches Dr. Gerhard Rehm. Die stellvertretende Kreisarchivarin Vera Meyer-Rogmann bespricht die Breyeller Bevölkerungserfassung von 1840, während sich Margaret Wensky der Ersterwähnung widmet. Reinard Rankers beschreibt in seinem Aufsatz die Entwicklung des Breyeller Kirchtums zu dem beliebten Wahrzeichen, das er jetzt ist. Dr. Paul Schrömbges, Viersens Erster Beigeordneter, analysiert das politische Leben Breyells der Nachkriegszeit und Berndt Goossens und Angela Wegers befassen sich mit Paul Therstappen und den letzten Kriegstagen in Breyell.

Bereits im vorigen Heimatbuch hatte sich Rehm mit der Geschichte seines Vorgängers Dr. Walther Föhl und dessen Verbindung zu den Nationalsozialisten beschäftigt. Im Heimatbuch 2018 findet sich der zweite Teil seines Aufsatzes. Weitere Aufsätze berichten unter anderem von der Geschichte der Kempener Burg in der Franzosenzeit. Professor Leo Peters Beitrag beschäftigt sich mit Bracht und der Herrschaft Grubbenvorst. Der Beitrag zur Entlassung des Polizeiinspektors Josef Mersmann gibt einen Einblick in die Anfänge der Nazi-Herrschaft in Viersen. Jutta Pitzen spürt den Erinnerungsdenkmälern in Viersen nach.

„Aufsätze zu Natur und Landschaft machen das neue Heimatbuch noch vielseitiger“, sagt Habersack und verweist auf Beiträge zum Thema Raseneisenerze von Ulrich W. Abts und über den Moorbärlapp im Kreisgebiet, verfasst von Norbert Neikes. Im letzten Abschnitt des Buches geht es um aktuelle Dokumentationen, darunter die gewohnte kreisgeschichtliche Bibliografie von Jürgen Grams sowie um eine neue Dauerausstellung zum Schmiedehandwerk und ein Inklusionsprojekt im Niederrheinischen Freilichtmuseum.

(Report Anzeigenblatt)
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