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Hilfe, die Wespen nerven!

Hilfe, die Wespen nerven!
Süße und energiereiche Nahrung lockt die Wespen an. Am Kuchen knabbern sie also mit Vorliebe. Foto: Fotolia/Ingo Bartussek
Westkreis (co). Sobald man im Moment Cola, Steak und Kuchen mit nach draußen nimmt, tummeln sich im Nu viele Wespen um Glas und Teller zum „all you can eat“. Was ist unbedingt zu beachten, wenn die ungebetenen Gäste im Anflug sind? Von Claudia Ohmer

Besonders zahlreich sind die Wespen in diesem Sommer in Deutschland vertreten. Doch Panik ist der falsche Weg, trifft man auf die unbeliebten Insekten. Besser ist es Ruhe zu bewahren und hektische Bewegungen zu vermeiden. Denn diese machen die fliegenden Störenfriede noch aggressiver. Wich

tig ist auch:

Niemals anpusten, denn das Kohlendioxid im Atem macht die Wespen ebenso aggressiv.

Die Wespen lassen sich bei ihrem Flug vom Geruchssinn leiten - nicht nur der Geruch von Fleisch und Zucker zieht sie an, auch intensiver Parfum-Duft lockt sie. Deshalb sollte man im Sommer lieber auf stark duftende Parfums, Cremes und Haarsprays verzichten. Bunte und dunkle Kleidung zieht Insekten an, hier sollte man besser helle Farbtöne bevorzugen. Wer lange Kleidung trägt, macht es Wespen, Bienen und Co. noch einmal schwerer.

Im Allgemeinen gilt es immer, Speisen und Getränke im Freien abzudecken und sich zu vergewissern, dass kein Insekt im Mund landet. Besonders ist bei Kindern darauf zu achten, dass sie aus dem Strohhalm trinken und sich den Mund abwischen. Es empfiehlt sich auch eine Ablenkfütterung - eine Schale mit überreifen Trauben rund zehn Meter vom Tisch aufstellen, so hat man seine Ruhe. Von Wespenfallen rät der Naturschutzbund ganz ab, da die Tiere in der Flüssigkeit einen qualvollen Tod sterben.

Kommt es doch zu einem Stich, kann das Wespen-Gift eine lebensbedrohliche allergische Reaktion auslösen.

„Jeden Sommer sterben rund 20 Personen an den Folgen einer allergischen Reaktion auf Insektengift von Wespen und Bienen“, weiß Prof. Margitta Worm von der Charité in Berlin. Die Allergologin führt weiter aus: „Die Dunkelziffer ist sogar weit höher.“ Klarheit über eine Allergie bringt der Besuch beim allergologisch tätigen Arzt. Weitere Infos zum Schutz und zu Allergien finden Interessierte unter www.initiative-insektengift.de.

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(StadtSpiegel)
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