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Die Selbstständigkeit wagen

Die Selbstständigkeit wagen
Sie stellten den Gründerreport 2018 vor (von links): Bert Mangels (IHK-Existenzgründungsberater), Michel Boutouil (Rent A Miner), Ralph Spohn (Rent A Miner) und Jürgen Steinmetz (IHK-Hauptgeschäftsführer). FOTO: IHK
IHK-Gründerreport 2018: 37 Menschen mehr als im Jahr zuvor machten sich im Kreis Viersen selbstständig. Von der Redaktion

Kreis Viersen (red).

Bis vor wenigen Jahren war Ralph Spohn absoluter Laie in Sachen digitale Netzwerke. Kaum ein Jahr auf dem Markt, wirbt das Unternehmen „Rent A Miner“, das er gemeinsam mit vier Mitinhabern führt, damit, deutschlandweit einer der größten Vermieter von Hashpower zu sein. Dahinter verbirgt sich die gängige Maßeinheit für Rechenleistung, die der Blockchain Technologie zu ihrem Wachstum verhilft. „Die kaufen wir bei einem Rechenzentrum ein und verkaufen sie an unsere Kunden. Damit ermöglichen wir ihnen den Einstieg in die Blockchain-Technologie“, sagt der Geschäftsführer. Wie die Gründer von Rent A Miner haben sich im Kreis Viersen im vergangenen Jahr 2.665 Menschen selbstständig gemacht. Damit haben im vergangenen Jahr 37 Menschen mehr als 2016 diesen Schritt in die Selbstständigkeit gewagt.

Allerdings haben auch 2.631 Unternehmer ihre Firma aufgegeben. Zum Vergleich: Im Jahr 2016 waren es 2.628 Gründungen und 2.602 Aufgaben. So verzeichnet der Kreis Viersen ein Plus von 1,41 Prozent bei den Gründungen und ein Minus von 1,11 Prozent bei den Aufgaben. Die Gründungsintensität – also die Anzahl der Gründungen in Relation zur Einwohnerzahl – liegt im Kreis Viersen mit 0,89 Prozent über dem durchschnittlichen Niveau im Bezirk der IHK Mittlerer Niederrhein (0,81).

Die Bedeutung der Unternehmensgründungen verdeutlicht Jürgen Steinmetz, Hauptgeschäftsführer der IHK Mittlerer Niederrhein: „Wir brauchen junge Unternehmen. Sie sorgen für Innovation und Wachstum, sie schaffen Arbeitsplätze und stärken die Wirtschaft insgesamt.“

Jungunternehmer benötigen nach Meinung von Jürgen Steinmetz allerdings auch Voraussetzungen, die es ihnen erlauben, sich voll und ganz auf Kunden und Produkte zu konzentrieren. „Die Zeit- und Energieverschwendung für eine überbordende Bürokratie oder unverständliche rechtliche und steuerliche Fragestellungen muss ein Ende haben.“

Natürlich müssten auch die Gründer ihren Teil zum Erfolg beitragen. „Sie müssen gut auf diesen Schritt vorbereitet sein. Dabei unterstützen wir sie gerne. Schließlich hat die IHK ein umfangreiches Beratungsangebot“, sagt IHK-Experte Mangels.

(Report Anzeigenblatt)
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