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Das Beste vor dem Tod

Das Beste vor dem Tod
Mit sieben gestandenen Musikern der Band „bb4d“ kann man am 15 September in der Rockschicht in Viersen was erleben: Dirk Engels, Thomas Herrmann, Wolfgang Müllers, Stefan Peschgens, Frank Herzog, Michael Hülbusch und sitzend Uli Gobbers (von links.) FOTO: Giulio Cosia
Viersen. Uli Gobbers ist der Mastermind und Gründer der Band „bb4d“. Was steckt hinter diesen eigenartigen drei Buchstaben mit der Zahl Vier? „Es ist eine Zusammensetzung aus: Best before death“, erklärt Gitarrist Wolfgang Müllers. Von der Redaktion

Am 15. September spielen die sieben erfahrenen Musiker von „bb4d“ ihre brandneuen Songs in der Viersener Rockschicht. Dass man an diesem 15. September (Einlass 20.30 Uhr, in der Rockschicht an der Bahnhofstraße 55), etwas vor dem Tod erleben wird, ist garantiert.

Denn nur wenige Bands in unserem Kreis machen sich die Mühe, an ihrem Sound so intensiv zu basteln wie bb4d, die ihre musikalischen Wurzeln in den 70er und 80ern haben.

Bandmitglied Frank Herzog ist schon seit vier Jahren „nur“ für das Abmischen und die Tonqualität verantwortlich. Das macht sich hörbar bezahlt. „bb4d ist eine reine Männerband“, sagt Schlagzeuger Stefan Peschgens und lacht.

Alle Musiker hatten schon gehörige Banderfahrungen, bevor man sich Ende August vor genau vier Jahren formierte, um noch einmal auf der Bühne und im Studio loszulegen. Was dabei rausgekommen ist, lässt sich gut anhören.

Einen bestimmten Musikstil kann man der Band nicht attestieren, einen eigenen Charakter sehr wohl. Die eingespielten Loops und Samples erhalten einen unverkennbaren bb4d-Sound, wenn sie, in die Bassläufe von Michael Hülbusch eingebettet, in den sphärischen Klängen der E-Harfe und E-Geige von Uli Gobbers verschwimmen.

Gelungen ist, dass das Ganze zu keinem Klangbrei wird, sondern durch den verspielten Offbeat des Gitarristen Thomas Herrmann tanzbar und melodisch bleibt. Gobbers schreibt die Texte – und er schreibt sie gut. Mit einer gehörigen Spur Ironie und Themen, die aus dem Leben gegriffen sind.

Durch Dirk Engels rockige Stimme brennen sich Songs wie „Alien divine“ oder „Thrumpness“ auf die Festplatte des Zuhörers. Man wird sich am folgenden Morgen dabei ertappen, wie man eine Zeile mitsummen muss oder wie eine Melodie der Band den Tag begleitet.

(Report Anzeigenblatt)