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Berge, Wasser und Kultur

Montreaux. Umschlossen von Weinbergen, gesegnet mit einem milden Klima und im Schutz einer atemberaubenden Kulisse von 2 000 Meter hohen, schneebedeckten Bergen liegt die Schweizer Stadt Montreux an einer geschützten Bucht direkt am Genfer See. Die außergewöhnliche Schönheit verzaubert. Von Christiane Samuel

Immer wieder tun sich herrliche Ausblicke auf, als ich die Uferpromenade entlang schlendere. Sie zieht sich blumengesäumt vom Ort Vevey über Montreux bis zum Schloss Chillon und ist ideal zum Flanieren und Verweilen mit einer Vielzahl an Restaurants, Cafés und Straßenständen. Aus der Blütezeit der Belle Epoque stammen viele der Häuser entlang der Uferstraße. Auch am ältesten Casino der Schweiz und dem Kongresszentrum komme ich vorbei. Straßenmusiker spielen selbstvergessen, Maler sitzen auf kleinen Stühlen und porträtieren Menschen, Tiere und auch die herrliche Natur mit Wasser und Bergen. Ich riskiere es und lasse mich von einem Budapester Maler zeichnen – schon während des Entstehens haben wir einen Riesenspaß. Hier lässt es sich auch ideal Joggen, Radfahren und Inlineskaten. Und natürlich Schwimmen im glasklaren Wasser des in den wunderbarsten Türkis- und Blautönen schimmernden Genfer Sees. Überall gibt es frei zugänglich Badestege und Badeinseln sowie Möglichkeiten für alle Arten von Wassersport.

Es gedeiht eine außergewöhnlich subtropische Vegetation, die Montreux zum Titel „Hauptstadt der Waadtländer Riviera“ verholfen hat. Die hier wachsenden Pinien, Zypressen und Palmen sind sonst ja eher am Mittelmeer Zuhause. Kein Wunder, dass an diesem Ort eine ganz besondere Atmosphäre herrscht, die auch zahlreiche Persönlichkeiten wie beispielsweise Charlie Chaplin, Freddie Mercury, Leo Tolstoi oder Kaiserin Elisabeth von Österreich so fasziniert hat, dass sie sich besonders gerne in Montreux aufhielten.

Seit der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich die Stadt zu einem der bedeutendsten Touristenorte der Schweiz und wurde zu einem weltbekannten Sommerkurort. Kulturelle Highlights wie das Montreux Jazz Festival und unzählige Ausflugsmöglichkeiten ins bergige Hinterland lassen keine Langeweile aufkommen – hier gibt es wirklich für jeden Geschmack etwas. Ich entscheide mich für eine knapp zweistündige Dampferfahrt auf dem See. Es werden auf beiden Seeseiten verschiedene Orte angefahren, und während ich im Liegestuhl sitze, faszinieren mich die unterschiedlichsten Blicke vom See aus ans Ufer. Auch hier kann ich mich kaum satt sehen an dem Farbspiel des Wassers vor der imposanten Berg

kulisse. Fast schon kitschig ist dann der Sonnenuntergang, den

ich einige Stunden später - wieder von der Promenade aus bei einem Glas Wein aus den Bergen der Region genieße.

(Report Anzeigenblatt)