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„Wir sind eine Rockband!“

„Wir sind eine Rockband!“
Stillstand war irgendwann: „The Six Pack“ live auf der Bühne bei der 900-Jahr-Feier in Breyell. Am kommenden Freitag kehren sie zurück nach Breyell, diesmal im Saal Kreuels als Support für die „Stones Tribute Band“. FOTO: Uli Rentzsch
Nettetal. Wenn Frontmann Andy Wersch beide Arme in den Himmel streckt, wenn sich Jens Terstappen und Christoph Heussen mit festem Stand gegenüberstehen – dann kommt die Nettetaler Coverband „The Six Pack“ auf höchste Tourenzahl. Auch beim Dorfrock – präsentiert von Extra-Tipp und Stadt Spiegel. Von Ulrich Rentzsch

Andreas Wersch (bass, vocals), Marcel Gerits (drums), Jens Terstappen (guitar), Christoph Heussen (guitar), Alexander Vitt (keyboards, bass), Stefan Troost (sax, acc. guitar) – das ist die Line-up von „The Six Pack“. Auf ihrer Facebook-Seite beschreiben sie sich als „sechs gestandene Musiker aus Nettetal“, die sich die Covermusik aus den letzten Jahrzehnten auf die Fahne geschrieben haben, „aus dem letzten Jahrtausend“, ergänzt Stefan. Am liebsten würden sie also bis zum Kern durchdringen, auch wenn es dort so richtig heiß wird. Rock ’n’ Roll ist halt nichts für Kofferradio.

Nach einer lange Weile der Abstinenz verspürte Marcel wieder richtig Lust, Musik zu machen. Er trommelte Freunde und Bekannte zusammen – und schon ging’s mit großer Spielfreude los. Mit der Zeit änderte sich die Besetzung, allerdings nur in geringem Maße. Das Gerüst stand. Damals hieß die Band noch „Band ohne Namen“. Dann hatte Andreas eine Idee. Ihm fiel das Rat Pack, die Gruppe vornehmlich aus Frank Sinatra, Dean Martin und Sammy Davis jr., ein. Bis zum Six Pack war es nicht mehr weit. Wer Assoziationen mit einem sechsteiligen Getränkeset oder einer speziellen Ausprägung der Bauchmuskulatur spürt, dem ist kaum zu helfen. „The Six Pack“ sind nun mal zu sechst. So einfach ist das.

Apropos straight: So wollen sie auch ihre Setliste halten. Gespielt wird, was allen sechs gefällt. „Wir spielen auch für uns“, sagt Andreas, „aber für unser Publikum muss es immer authentisch klingen.“ Die Arrangements der Songs werden der Besetzung angepasst, das Original der Band angepasst. Warum also „Stairway to Heaven“ nicht mit einem Saxofonsolo beginnen?

Einig sind sich alle: Es muss Spaß machen. Marcel bestätigt die entspannte Atmosphäre sowohl bei den Proben als auch bei den Auftritten. Und: „Wir sind eine Rockband“, sagt Jens, „wir sind keine Singer/Songwriter, und wir spielen keine Schlager.“ Warum? „Die deutsche Sprache klingt schon mal eckig, das Englische ist geschmeidiger.“

Jetzt freut sich die Band auf den Auftritt am kommenden Freitag. Für „The Six Pack“ ist der Saal Kreuels ein Heimspiel. Schon bei der Breyeller 900-Jahr-Feier zeigte die Band auf dem Lambertimarkt, was in ihr steckt. Jetzt also im Kreuels. „Es muss vorwärts gehen“, sagt Jens. Und Spaß machen.

(Report Anzeigenblatt)