6 Gründe, warum Irland perfekt für Trips mit Freunden ist

6 Gründe, warum Irland perfekt für Trips mit Freunden ist
Irlands Pub-Kultur ist nur einer der Gründe, mit Freunden einen Besuch zu wagen. Tatsächlich gibt es noch viel mehr. FOTO: fotolia.com © marino
Viele verbinden die Grüne Insel mit dem perfekten Familienurlaub. Ein Trip, zu dem man seine Kids mitnimmt und mit ihnen wandert oder einfach die Seele baumeln lässt. Ja, auch das ist Irland. Allerdings ist die Insel auch ein perfekter Ort, um hier mit guten Freunden entspannte, lustige, abenteuerreiche Tage zu verleben. Der folgende Ratgeber liefert 6 gute Gründe dafür.

1. In Ruhe und Freundschaft

Um diesen ersten Punkt zu erklären, muss man zunächst mal die Gegenprobe machen. Mal angenommen, man bereist mit seinen Freunden irgendeinen Urlaubsort, der als Party-Location bekannt ist. Klar hat man da auch vermutlich viel Spaß. Aber ein solcher Trip wird dann doch eher von der anstrengend-spaßigen Sorte sein. Mit Freunden auf Mallorca oder Ibiza? Da wird zwar der Hunger nach Feierlaune gründlich gestillt werden, aber das eigentlich Freundschaftliche kommt ob der vielen Ablenkungen mit Sicherheit zu kurz.

Dagegen Irland. Nicht, dass man es hier nicht auch Party-mäßig krachen lassen könnte. Aber die Insel ist eben nicht zur Gänze ein Partyland. Wer sich hier in ein Bed and Breakfast einmietet, vielleicht auf einem Bauernhof oder sich ein Ferienhäuschen nimmt, findet eine andere Form von Freundschaftsurlaub. Die, in der man wirklich schöne, gemeinsame Aktivitäten bestreitet, die weit über Clubbesuche hinausgehen. Mal einfach Abende lang am Feuer zusammensitzen, über "Gott und die Welt" plaudern, gemeinsam wandern, zusammen entspannen. Psychologisch könnte man es als "etwas Bedeutungsvolles miteinander machen" bezeichnen und träfe damit einen der wichtigsten Kerne der Freundschaftspflege. Und genau hier brilliert Irland, indem seine Ruhe und die weitestgehend Abwesenheit von Oberflächlichkeit genau das gestattet und fördert.

2. On the (wrong side of the) road again

Irland bietet die perfekte Möglichkeit, mal richtige Freundschaftspflege zu betreiben, indem man einfach gemeinsam die Seele baumeln lässt. FOTO: fotolia.com © .shock

Ja, wir geben es zu, wenn man als Deutscher nach Irland kommt und sich ans Steuer setzt, muss man mächtig umdenken – Linksverkehr zu erlernen ist für jemanden, der sein Leben lang auf der anderen Seite der Straße unterwegs war, nicht ganz einfach. Aber: Irland ist eben außerhalb der Städte nicht gerade der Verkehrs-Mittelpunkt der Welt. Soll bedeuten, hier kann man auf den ländlichen Straßen auch mal fahren, ohne dauernd Gegenverkehr im Auge behalten zu müssen. Und dann kommt die Links-Routine ziemlich schnell.

Das passt, denn dadurch wird Irland für eine besondere Form des Freundschaftstrips nahezu perfekt, per Wohnmobil. Sofern man sich da an einige allgemeine Grundregeln hält, ist die Kombination Irland + Freunde + Wohnmobil ideal. Die Schlafsituation sollte vorher ebenso festgelegt werden wie die Frage nach der Budgetverteilung und vor allem, wer was mitbringt. Und dann kann es auch losgehen – Irlands Landschaft macht das Ganze zu einer Rundreise mit wahrlich majestätischen Aussichten. Und das Beste: Man kann zwar, muss sich aber nicht entlang einer Kette von Campingplätzen hangeln. Offiziell ist es zwar verboten, Wildcamping zu betreiben (also einfach "irgendwo" zu campen) aber inoffiziell gilt die schweigende Übereinkunft, dass das so lange nicht verfolgt wird, wie sich die Campenden an die goldene Regel "don't leave a trace" halten. Wer keine vom Lagerfeuer verkokelten Gras-Kreise und keinen Müll hinterlässt, kann ruhig für eine Nacht an einer schönen Stelle Halt machen und dort Freundschaftspflege mit Gitarre und einer Flasche Whiskey betreiben.

3. Offene Herzen und Schankstuben

Es gibt so manche Urlaubsregion, da ist man freundschaftlichen Reisegruppen gegenüber eher negativ eingestellt – zu oft haben da die Einheimischen schon Kontakt mit der ungünstigen Kombination aus (jugendlichem) Übermut und Alkohol gemacht. Und so manche Hoteliers in diesen Regionen würden genau deshalb auch gar nicht erst an größere Gruppen vermieten – selbst, wenn diese schon lange aus dem "Party-Alter" hinaus sind. Nicht so die Iren. Sie sind generell ein offenes Volk, das jeden herzlich in Empfang nimmt, egal ob er allein, mit dem Partner oder sechs besten Freunden anreist.

Und einmal ganz von der irischen Freundlichkeit abgesehen, es gibt in Irland:

  • Gut 7000 Pubs (präzise sind es 7193)
  • Eine enorm hohe Dichte an Mini-Brauereien, die Craft-Biere herstellen
  • Whiskey-Manufakturen von Weltrang

In allen davon kann man sich hinsetzen, genießen und oft genug auch Führungen mitmachen. Perfekt, um nicht nur tolle Erinnerungen mit nachhause zu nehmen, sondern seinen "Gaumenhorizont" ein gutes Stück zu erweitern. Und sind wir ehrlich, es ist einfach eine tolle Freunde-Aktivität, bei der fast schon arkanen Herstellung von irischem Whiskey, Cider oder Bier zuzuschauen.

4. Günstiger kommt man nirgendwo anders hin

Natürlich muss man in einer solchen Liste auch auf eine schlichte Tatsache eingehen: Das Portemonnaie. Und da muss man anerkennen, dass Irland zumindest an einem Punkt ziemlich günstig ist, dem Hinflug. Die Insel ist Heimat von Ryan Air – so ziemlich jeder dürfte diese Fluglinie als diejenige kennen, die Flugreisen für zweistellige Beträge möglich machte. Und nach Irland zu fliegen, ist eben für die Airline ein Heimspiel. Mehr als 30 Euro muss man pro Nase nicht einplanen, um von den meisten deutschen Flughäfen nach Dublin oder Kerry zu gelangen.

Und es ist ja nicht nur Ryan Air, auch sämtliche andere der günstigen Fluglinien haben ähnliche Tarife anzubieten, wo man für einen Freundschaftstrip in einer anderen Region wesentlich tiefer in die Tasche greifen müsste.

5. Für jeden was dabei

Irland verbinden viele, die noch nie dort waren, vor allem mit grasbewachsenen Hügeln und jeder Menge Natur. Stimmt auch, daher kommt schließlich auch die Bezeichnung "Grüne Insel". Aber Irland hat eben auch noch wesentlich mehr zu bieten als das. Und hier kommt der Urlaub mit Freunden ins Spiel. Da sitzen eben unterschiedliche Charaktere mit im Boot. Der eine will wandern, der andere Kultur erleben, der Dritte will Sport treiben und der vierte Party machen.  

Und in Irland lautet die Antwort auf all diese Wünsche: Ja, gern, wann solls losgehen? Denn es sind eben nicht nur die grünen Hügel. Es sind die hier möglichen Kajaktouren. Es sind die rauen aber spektakulären Bedingungen für Surfer. Es sind die Jahrtausende in die Vergangenheit zurückdatierenden architektonisch-kulturellen Spuren. Es ist die Küche des Landes, die sich stark von der kontinentaleuropäischen unterscheidet, aber zu Recht nicht den Ruf der englischen Küche hat (es gibt nur wenige Überschneidungen). Und es sind die unzähligen Mythen, Legenden, Erzählungen, die Irland zu bieten hat und die teilweise so manchem Fantasyfilm den Rang ablaufen können.

Nein, das ist nicht Hawaii, das ist die irische Küste – denn Irland ist ein weltberühmter Hotspot für das Kaltwassersurfen. FOTO: fotolia.com © Ruben S.

6. Klappe, die Vierte, Action!

Und apropos Fantasyfilm: Irland ist auch deshalb für einen Trip mit Freunden gut, weil man hier auf den Spuren der ganz großen Produktionen wandeln kann, die man zuhause nur von diversen gemeinsamen "Binge-Watching-Sessions" mit seinen Freunden auf der Couch kennt.

  • Von der Erfolgsserie Game of Thrones wurden hier unter anderem die Szenen der Burg Winterfell, die Sklavenbucht und die Eiseninseln gedreht
  • Mehr oder weniger das komplette Freiheitskämpfer-Meisterwerk Braveheart wurde im Osten Irlands sowie Studios in Wicklow gedreht – und ein Großteil der irischen Armee wurde für die Massen-Schlachtszenen als Komparsen gebucht
  • Die Normandie-Landeszene aus dem Kriegs-Epos Der Soldat James Ryan wurde in Wexford am Bellinesker Beach gedreht – abermals mit kräftiger Unterstützung der irischen Armee
  • Auch King Arthur wurde abermals komplett in Irland gedreht – er spielt eigentlich in Nordengland

Wem das noch nicht reicht, der sollte wissen, dass zudem auch noch wichtige Szenen aus den beiden jüngsten Star Wars Filmen dort gedreht wurden – The Force awakens ebenso wie The last Jedi. Und was könnte besser für einen Urlaub von (Film-)Freunden geeignet sein, als mit diesen per Wohnmobil die Drehorte nicht nur zu bereisen, sondern dort für Urlaubsfotos so manche Schlüsselszene nachzustellen und sie zuhause mit den Originalszenen zusammen ins Album zu kleben?