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Sturm auf den Betze
Mike Hanke obenauf: Gegen Schalke war der Stürmer der Matchwinner. Foto: Wiechmann
M’gladbach (reu). Fassungslosigkeit und Wut bestimmten die Aussagen der Verantwortlichen und Profis von Schalke 04. „Wenn einige dann so auf dem Platz laufen, wie sie es heute getan haben, vor allem gegen Ende des Spiels, dann müssen sie nicht auf den Platz kommen. Dann sind sie es nicht wert, dass sie bei Schalke spielen. So einfach ist das“, sagte Stevens beim Bezahlsender Sky. Der Auslöser für diese Aussage: Eine 90-minütige Lehrstunde durch die Gladbacher Borussia, was erfolgreichen Kombinationsfußball angeht. Mit einem berauschenden 3:0 schickten die Borussen die Schalker nach Hause. Damit ist Mönchengladbach auf Platz drei der Tabelle, mit sagenhaften zehn Punkten Vorsprung auf einen Nicht-Champions-League Platz. „Die Spieler haben verstanden, was ich von ihnen will, das hat mit Spielintelligenz zu tun“, sagte Trainer Lucien Favre noch vor dem Spitzenspiel am Samstag. Und er behält recht: Aus einem Fast-Absteiger, auch als Schießbude der Liga bezeichnet, formte er mit einem klaren taktischen Konzept einen möglichen Double-Anwärter. Dabei half auch das viel zitierte „von Spiel zu Spiel“-Denken, das in Mönchengladbach zur Philosophie umfunktioniert wurde. Denn mit großen Träumereien und Titelambitionen hält man sich nicht lange auf. Ganz nach dem Motto „Das nächste Spiel ist immer das schwerste“, konzentriert man sich am Borussia-Park auf die Partie in Kaiserslautern am kommenden Samstag (15.30 Uhr). Ein Spiel gegen einen Gegner, der nicht zu unterschätzen ist. Denn der 1. FC Kaiserslautern befindet sich tief im Tabellenkeller (Platz 16) und steht mit dem Rücken zur Wand. Gerade gegen Mannschaften vom unteren Ende der Tabelle tat sich Borussia schwer.

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24.05.2012
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