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Sport
Der Mann des Jahres
Sportdirektor Max Eberl sitzt nach einem überragenden Jahr 2011 bei Borussia fester im Sattel als je zuvor – und das vollkommen zu Recht. Foto: Archiv/Dieter Wiechmann
...heißt Max Eberl. Der Sportdirektor holte unter anderem Marco Reus und Luvien Favre zur Borussia und legte so erst den Grundstein für das „Wunder Klassenerhalt“ und den aktuellen Platz vier. M’gladbach (jfk). Seit der Ankunft des Schweizer Übungsleiters Lucien Favre in Mönchengladbach geht es für Borussia stetig nach oben. Favre hat der Mannschaft, die klinisch tot und praktisch abgestiegen war, neues Leben eingehaucht. Das Wunder Klassenerhalt vollbracht. Das selbe Team, das beinahe zweitklassig geworden wäre, in der Hinrunde auf einen unglaublichen vierten Tabellenplatz geführt, nur vier Punkte hinter Herbstmeister Bayern München. Unter Favre hat Borussia sagenhafte 53 Punkte geholt, was einem Punkteschnitt von 1,8 pro Partie für den Trainer entspricht. Marco Reus war letztes Jahr Borussias Lebensversicherung im Abstiegskampf und ist in dieser Saison (auf dem Rasen) der Hauptgrund dafür, dass die Mannschaft von Europa träumen darf. Zehn Tore und vier Assists stehen für den 22-Jährigen in 15 Meisterschaftsspielen zu Buche. Mit seinen beiden Treffern gegen Schalke 04 ebnete er letzte Woche den Weg ins DFB-Pokal-Viertelfinale. Im Relegationsrückspiel in Bochum hatte Reus letzte Saison das (über)lebenswichtige 1:1 markiert. Der Grund, warum Lucien Favre und Marco Reus für Borussia arbeiten und spielen, ist Max Eberl. Der Sportdirektor lotste Reus im Sommer 2009 vom Zweitligisten Rot-Weiß Ahlen für rund 800.000 Euro nach Gladbach. Geld, das sich längst amortisiert hat. Inzwischen liegt der Marktwert des Neu-Nationalspielers bei 14 Millionen Euro. Dem Blondschopf werden gute Chancen gegeben, im Sommer mit der Nationalmannschaft zur Europameisterschaft reisen zu dürfen. Knapp anderthalb Jahre war Lucien Favre ohne Job, nachdem er bei Hertha BSC Berlin „unehrenhaft entlassen“ worden war. Eberl sah in dem akribischen Schweizer aber den Mann, der das Wunder (lies: den Klassenerhalt) möglich machen könnte. Er sollte sich nicht täuschen, genau so wenig wie in den Qualitäten Favres, ein Team auf das nächste Level heben zu können. Unerwähnt bleiben sollen hier andere Top-Transfers wie Dante, Stranzl, Hanke etc. die sich der Sportdirektor allesamt auf seine Fahne schreiben kann. Ohne Frage: Max Eberl ist Mönchengladbachs Mann des Jahres.
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